Erhard Schön (ca. 1491-1542) - Josef Nadler: Literaturgeschichte des deutschen Volkes, Bd. 1, Berlin 1939, S. 291

Ulrich van Hutten 1488 – 1523, Zu seiner Immatrikulation im Jahre 1507

Im Jahre 1507, vor 510 Jahren, schrieb sich Ulrich von Hutten nach Studienaufenthalten in Köln, Erfurt und Frankfurt (Oder) an der Leipziger Universität ein. Der humanistische Publizist und Dichter empfing hier wohl wesentliche Impulse für seinen Beitrag zu den satirischen antiklerikalen und antifeudalen „Dunkelmännerbriefen“, denn für neun der Briefe im II. Teil ist Leipzig als Absendeort ausgewiesen.

Stich von E. Kretzschmar nach einem Gemälde von Veit Hans Schnorr von Carolsfeld, um 1853, UAL DF 001692

Johann Gottfried Seume 1763 – 1810 “Wo man singet, lass’ dich ruhig nieder…”

Am 13. Juni 1810 starb der Schriftsteller Johann Gottfried Seume (1763-1810) in Teplitz vereinsamt und verarmt. „Als ich in der Abenddämmerung die Türme von Leipzig wieder sahe, das ich nun für mein Tabernakel zu halten gewohnt bin, ward mir doch unter der linken Seite etwas angenehm unruhig.“, schreibt der Rückkehrer Seume 1803 in seinem Reisebericht „Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802“.