Jahresbericht 2004

Gesetzliche Grundlagen

Eine Änderung des Sächsischen Archivgesetzes wurde im Rahmen des Verwaltungsmodernisierungsgesetzes am 19. März 2004 vom Sächsischen Landtag beschlossen und trat am 1. Januar 2005 in Kraft. Die Änderung bezieht sich allerdings nur auf das Staatsarchiv, so dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Universitätsarchiv unverändert bleiben.

Technische Ausstattung

Neu angeschafft wurden aus universitären Haushaltsmitteln ein Kopierer/Drucker (Ricoh Aficio 1224c), ein Buchscanner (Minolta PS 7000), ein Scanner (Epson Expression 10000 XL), ein Video Beamer für Präsentationen. Im November 2004 kam es zum Ausfall des Readerprinters aus Altersgründen. Die Reparatur musste auf das folgende Jahr verschoben werden, so dass sich erhebliche Verzögerungen bei Kopieraufträgen ergaben. Für das nächste Jahr ist eine Neuanschaffung nötig.

Mit der Erweiterung der Magazinräume ging eine Neuinstallation der Rauchmelde- und Einbruchssicherungsanlage einher.

Räumlichkeiten

In der 1. Etage wurde die Eingangstür erneuert. Die Situation im Hof (vgl. Jahresbericht 2003) wurde verbessert, jedoch fehlt der Winterdienst im Hof. Die eingestürzte Mauer zum Nachbargrundstück wurde zum Teil saniert.

Die Magazinfläche wurde durch Anmietung von zusätzlichen Räumen in den 4. Etage erweitert. Hauptsächlich die Bestände DHfK und Pädagogische Hochschule sowie einige kleinere Bestände wurden in den neuen Räumen gelagert: insgesamt ca. 650 lfm. Verzeichnete Bestände (wie Rektorat, FDJ, HHL) wurden in die 1. Etage verlagert. Damit wurde Platz geschaffen für bevorstehende Übernahmen im Zugangsmagazin (Akademische Verwaltung, Studentenakten, Personalakten).

Öffentlichkeitsarbeit

Im Jahr 2004 fanden 4 Archivführungen statt, überwiegend für Studentengruppen verschiedener Fachrichtungen.

Das Universitätsarchiv beteiligte sich am 25. September 2004 am bundesweit stattfindenden „Tag der Archive“ mit ca. 50 Besuchern.

Vortragsreihe

Im Jahr 2004 begann im Universitätsarchiv eine Reihe von öffentlichen Vorträgen mit folgenden Themen und Referenten:

24. Mai 2004 – Sandra Singer: Die ersten Nordamerikanerinnen an der Universität Leipzig, 1878-1915

19. Juli 2004 – Joseph S. Freedman: Ursprung, Einführung und Entwicklung des Grades “Doctor philosophiae” mit besonderer Berücksichtigung der Universitäten Leipzig, Halle, Wittenberg und Halle-Wittenberg

15. November 2004 – Konrad Krause: Vom Plan einer Chemischen Reichsanstalt zur Kaiser-Wilhelm- und Max-Planck-Gesellschaft. Zum Anteil von Wilhelm Ostwald (1853-1932) und Ernst Otto Beckmann (1853-1923) an den Gründungsvorgängen

Die Vorträge fanden gute Resonanz, durchschnittlich 30 Besucher nahmen an den Veranstaltungen teil.

Ausstellungen

Die Ausstellung „Von der Universität in den Gulag. Studenten mitteldeutscher Universitäten im sowjetischen Straflager Workuta 1945 bis 1995“ wurde im Mai im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig gezeigt und vom 12. Oktober bis 14. November in der Heeresschule in Dresden.

Die Ausstellung zu Leben und Werk von Werner Heisenberg wird gegenwärtig in Genf gezeigt.

Ausstellung im Simon-Dubnow-Institut: Jüdische Naturwissenschaftler an der Universität Leipzig 1900-1945

Sonderausstellung aus dem Litt-Nachlass zur Festveranstaltung „10 Jahre Erziehungswissenschaftliche Fakultät“ am 2. Februar 2004, „Theodor Litt und die politische Bildung“ anläßlich des VIII. Leipziger Theodor-Litt-Symposiums