/Ideenschmiede “Mitteldeutsches Archivnetzwerk” im Universitätsarchiv Leipzig

Ideenschmiede “Mitteldeutsches Archivnetzwerk” im Universitätsarchiv Leipzig

mitteldVortrag von Gunnar Auth, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig, Fachgebiet Informations- und Projektmanagement, beim “Mitteldeutsche Archivnetzwerk” am 11.11.2015 vom IBWM – Institut für Bildungs- und Wissenschaftsmanagement .

 


Veranstaltung: Heute, 16.11.2015,  Prager Strasse 6, 04103 Leipzig, “Mitteldeutsches Archivnetzwerk” im Universitätsarchiv Leipzig.

 


Das Mitteldeutsche Archivnetzwerk ist ein digitaler Verbund mitteldeutscher Archive. Neue Technologien und die digitale Vernetzung der Alltagswelt im Informationszeitalter stellen die Archive im mitteldeutschen Raum vor große Herausforderungen.

Zunehmend kommen digitale Unterlagen in die Archive, während die Benutzer am liebsten schon in einem digitalen Lesesaal arbeiten würden: für die Archivträger bergen diese Anforderungen und Wünsche große Risiken in juristischer und finanzieller Hinsicht; von den  Archivaren erfordern die anstehenden Veränderungen einen erheblichen Wissenszuwachs in Bezug auf neue Technologien und eine stetige, wissensbasierte Lernbereitschaft.

 

Immer wieder gerät der einzelne Archivar, gerade in kleineren Einrichtungen und fernab der großen Technologiezentren, in einen Problemkreis:

  • Wie kann ich mir das nötige Wissen aneignen und zugleich die Alltagsgeschäfte betreiben?
  • Wie spare ich Zeit und Arbeitskraft durch Technologie?
  • Wer bezahlt die ganze Logistikkette für ein digitales Archiv, und zwar dauerhaft
  • Wie sichere ich die digitalen Verwertungsrechte, wenn ich Archivalien online stelle?
  • Welche Interessen und Geschäftsmodelle haben eigentliche Dienstleister und Onlineverwerter?
  • Wie sichere ich das historische Gedächtnis unserer Stadt, des Landkreises, der Firma in einer digitalen Welt?

In den rund 200 Archiven im mitteldeutschen Raum, in Sachsen-Anhalt, in Sachsen und in Thüringen, gibt es bereits viele kluge Ideen und praktisches Wissen. Die Archive sollten besser miteinander ins Gespräch kommen und von den Erfahrungen der anderen profitieren: ohne lange Dienstreisen, ohne große Kosten und ohne wirtschaftliche Erwägungen.

Unsere Idee ist, das vorhandene Wissen über eine digitale Plattform allen zur Verfügung zu stellen sowie in kleinen Runden, praxisorientiert und persönlich, unsere Erfahrungen auszutauschen. Das Handwerkszeug haben wir alle gelernt, die beteiligten Universitäten vermitteln seit Jahrhunderten neue Ideen und stehen allen Interessenten offen.

Die Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer fördert den Aufbau eines „Mitteldeutschen Archivnetzwerks“ in Verantwortung des Universitätsarchivs Leipzigs mit rund 200 Archiven im mitteldeutschen Raum (Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen).

Das Universitätsarchiv Leipzig will mit dem „Mitteldeutschen Archivnetzwerk“ ein Forum für die Vermittlung und den Austausch digitaler Archivtechnologie schaffen. In einem Verbund von derzeit 13 Hochschul- und Stadtarchiven werden das dazu nötige Wissen und praktische Erfahrungen im Umgang mit digitalen Technologien im Verbund geteilt.

Das Projekt soll den beteiligten Archiven über einen Zeitraum von wenigstens drei Jahren den kostenfreien, gemeinsamen und gleichberechtigten Zugang zu digitaler Technologie ermöglichen. In vier jährlichen Seminaren werden die Teilnehmer in theoretischen und praxisbezogenen Modulen mit modernster Hard- und Software arbeiten können. Mit dem dabei vermitteltem Wissen sollen Möglichkeiten, Risiken und Kosten der digitalen Revolution erkannt und neue Technologien im eigenen Alltag adaptiert werden.

Das Wissen und die technischen Möglichkeiten über die das Universitätsarchiv Leipzig verfügt, stehen den anderen Projektpartner offen. Durch eine digitale Plattform können die Partner in einem geschlossenen Netzwerk ad hoc Fachinformationen und Erfahrungen austauschen.

Weitere Informationen [ Digitale Technologie mit erheblicheren Mehrwert für Archivare]

Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns.

 

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Universitätsarchiv Leipzig 2016.