Karzerstrafen | Max Bär und Friedrich Ernst Böhmer

Für die Studenten an der Universität galten die Immatrikulationsordnungen als wichtigste Normative. Als Strafmaßnahmen standen der Universität neben dem Consilium abeundi die Exmatrikulation und die Relegation zu Gebote. Gegenüber säumigen Honorarschuldnern durfte die Universität nun als Unterpfand die Herausgabe des Abgangszeugnisses verweigern.Im Februar 1878 erließ die sächsische Regierung jedoch ein eigenes Gesetz über die bürgerlichen Verhältnisse der Hochschulangehörigen. Das Gesetz regelte vor allem die Rechtsstellung der Studierenden in der neuen deutschen Staatsverfassung – so erloschen mit seinem Inkrafttreten alle bisherigen Sonderrechte, die den Studenten Ausnahmen von den Straf- und Polizeigesetzen garantiert hatten. Die wegen Übertretungen – juristisch die geringste Form eines möglichen Straftatbestandes neben Vergehen und Verbrechen – disziplinarisch gemaßregelten Studenten hatten allerdings weiterhin, soweit sie nicht den Militärgesetzen unterlagen, ihre Strafen im akademischen Karzer abzubüßen.

 

Max Bär hat ziemlich viel Zeit im Karzer verbracht. Aus ihm wurde ein angesehener Archivdirektor. Wer mehr wissen möchte, findet Max Bär unter Universitätsgeschichte.

 

 

Friedrich Ernst Böhmer  war ein richtiger Wiederholungstäter.

 


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