Blick auf das Augusteum und die Paulinerkirche, um 1900

Martin Luther 1483 -1546 | Leipziger Disputation am 27. Juni 1519 | Luther und Melanchthon 1909

Die Theologische Fakultät lehnte es ab, das Streitgespräch zwischen Johannes Eck, Andreas Karlstadt, Martin Luther und Philipp Melanchthon an der Universität durchzuführen. Der Bischof von Merseburg untersagte die Disputation. So kam es zu der für die Geschichte der Reformation so bedeutsamen Auseinandersetzung vom 27. Juni bis 15. Juli 1519, die erst nach Drängen des Landesherren Herzog Georg dem Bärtigen auf der Leipziger Pleissenburg – also nicht in den Räumen der Universität – stattfand.

Operation in der Chirurgischen Poliklinik, 1915.

Operation in der Chirurgischen Poliklinik, 1915

Bild des Tages: Um 1915 sah eine Operation in der Chirurgischen Poliklinik noch ziemlich martialisch aus. Das Ordinariat für Chirurgie übernahm 1867 Carl Thiersch (1822 – 1895), mit dem neue Methoden in der Chirurgie eingeführt wurden. In seiner berühmten Rede (1876) vom Denkumbruch in der Medizin heißt es: “Die vormalige Medizin war ein Kind der Philologie, die heute ist die Schwester der Naturwissenschaften.”

Erhard Schön (ca. 1491-1542) - Josef Nadler: Literaturgeschichte des deutschen Volkes, Bd. 1, Berlin 1939, S. 291

Ulrich van Hutten 1488 – 1523, Zu seiner Immatrikulation im Jahre 1507

Im Jahre 1507, vor 510 Jahren, schrieb sich Ulrich von Hutten nach Studienaufenthalten in Köln, Erfurt und Frankfurt (Oder) an der Leipziger Universität ein. Der humanistische Publizist und Dichter empfing hier wohl wesentliche Impulse für seinen Beitrag zu den satirischen antiklerikalen und antifeudalen „Dunkelmännerbriefen“, denn für neun der Briefe im II. Teil ist Leipzig als Absendeort ausgewiesen.

Stich von E. Kretzschmar nach einem Gemälde von Veit Hans Schnorr von Carolsfeld, um 1853, UAL DF 001692

Johann Gottfried Seume 1763 – 1810 “Wo man singet, lass’ dich ruhig nieder…”

Am 13. Juni 1810 starb der Schriftsteller Johann Gottfried Seume (1763-1810) in Teplitz vereinsamt und verarmt. „Als ich in der Abenddämmerung die Türme von Leipzig wieder sahe, das ich nun für mein Tabernakel zu halten gewohnt bin, ward mir doch unter der linken Seite etwas angenehm unruhig.“, schreibt der Rückkehrer Seume 1803 in seinem Reisebericht „Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802“.

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