23. Türchen

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Dem aufmerksamen Adventstürchenöffner wird das heutige Bild sicher bekannt vorkommen, erinnert es doch stark an das älteste Rektorsiegel mit Maria und Jesus. Es handelt sich dabei keineswegs um eine billige Kopie, sondern um eine Anlehnung an das spätmittelalterliche Original. Im Laufe des 19. Jahrhunderts bildete sich ein bürokratischer Verwaltungsapparat an der Universität aus. Dem Rektor unterstellte Behörden begannen das leicht abgeänderte Rektorsiegel als Dienstsiegel zu führen.

Siegel und Siegelführung waren für die mittelalterlichen Universitäten ein wichtiges Element ihrer rechtlichen Autonomie und Selbstverwaltung. Das Beglaubigungsrecht verkörperte den juristisch und materiell sichtbaren Beweis einer Privilegierung – weswegen auch die Symbolik nicht nur formellen Charakter hatte. Neben der christlichen Ikonographie finden sich in den Universitätssiegeln immer wieder Bezüge auf die weltlichen Mächte (Regenten oder Stifter), auf das eigene Lehrgeschäft, oder es weisen symbolisierte kirchliche Würdenträger auf die klerikale Seite der Universitäten hin.

Frage: Wo befindet sich das abgebildete Siegel am Universitätsarchiv Leipzig?

 

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