Grobe Riten und Grünschnäbel

Grobe Riten und Grünschnäbel

Bei der Deposition wurde der frisch immatrikulierte Student einem Initationsritual unterworfen. Dem Beanus (nach dem französ. “bejaune” = Grünschnabel”) wollte man Faulheit, Dummheit und Nichtsnutzigkeit “austreiben”, und er sollte zu einem nützlichen Mitglied der akademischen Gemeinschaft werden.

Mit der Zange wurde der Bacchantenzahn gezogen, mit dem Beil entfernte man die Hörner der Unwissenheit und mit dem Pinsel und Rasiermesser brachte man ihm Reinlichkeit nahe.Dem Ritual folgte ein Trinkgelage, dass der Beanus zu bezahlen hatte. Diese groben Riten verloren sich erst im Laufe des Jahrhunderts.

Holztafel mit Depositionsinstrumenten aus der Zeit um 1711


 

Kontakt | Impressum | Datenschutz | Universitaetsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409.