Schenkungsurkunde vom 22. April 1544 | Herzog Moritz von Sachsen und sein Bruder August schenken der Universität fünf Dörfer

Urkundensammlung, Schenkungsurkunde, Pergamenturkunde 47 x 66 cm. Das runde rote Wachssiegel von Herzog Moritz ist in einer Kapsel an Pergamentstreifen angehängt. Universitätsarchiv Leipzig. Signatur UAL Urkunde 1544-04-22
Urkundensammlung, Schenkungsurkunde, Pergamenturkunde 47 x 66 cm. Das runde rote Wachssiegel von Herzog Moritz ist in einer Kapsel an Pergamentstreifen angehängt. Universitätsarchiv Leipzig. Signatur UAL Urkunde 1544-04-22

 

Wertvolle Quellen | Aus der Urkundensammlung des Universitätsarchivs Leipzig

Herzog Moritz von Sachsen (1521 – 1553) und sein Bruder August (1526 – 1586) schenken der Universität fünf Dörfer, das Paulinerkloster sowie bestimmte Zins- und Getreideeinkünfte Weissensee, 22. April 1544. Nach der Aufhebung der Klöster im Zuge der Reformation verwandten die Landesherren einen Teil des Besitzes, um die Universität und Schulen besser auszustatten. Herzog Moritz hatte die Besoldung der Leipziger Professoren am 26. Mai 1542 neu geregelt und 2000 Gulden aus den Einkünften der Klöster Pegau und Petersberg bei Halle zur Verfügung gestellt. Diese Einkünfte wurden aber am 22. April 1544 durch eine zweckmäßige Fundation abgelöst. Die Universität erhielt aus dem Besitz des Augustinerchorherrenstifts St. Thomas in Leipzig die Dörfer Holzhausen, Zuckelhausen, Klein-Pösna, Wolfshain und Zweenfurth mit allen Einnahmen und Rechten. Weitere Einkünfte des Klosters St. Georg sowie des Thomasstifts, darunter Waldbesitz bei Liebertwolkwitz, wurden übergeben, ebenso die Gebäude des Dominikanerklosters St. Paul in Leipzig für ein neues Kollegienhaus. Diese Ausstattung bot der Universität bis ins 19. Jahrhundert ein sicheres wirtschaftliches Fundament.

Urkundensammlung, Schenkungsurkunde, Pergamenturkunde 47 x 66 cm. Das runde rote Wachssiegel von Herzog Moritz ist in einer Kapsel an Pergamentstreifen angehängt.

Universitätsarchiv Leipzig. Signatur UAL Urkunde 1544-04-22

 

Universitätsarchiv Leipzig 2016.

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