Königliche Depesche | Urkunde aus der Hand des schillernden Kurfürsten und sächsischen Königs…

Königliche Depesche aus der Residenzstadt von August dem Starken

Königliche Urkunde mit Schnörkeln

Friedrich August, König und Kurfürst verfügt am 04. Februar 1709 auf dieser papieren Urkunde, dass in der Sache Augustavus Christianen von Bülau gegen David Ziegler wie folgt zu verfahren ist. Ziegler ist aus dem Arrest zu entlassen. Gegen von Bülau soll eine Untersuchung vorgenommen werden. Außerdem werden Vorschriften erlassen, wie man sich zukünftig in Appelationssachen zu verhalten habe. Die Urkunde ist auf Deutsch verfasst, kunstvoll verziert vom Schreiber, mit königlichem Siegel und Signet. Ausgestellt ist die Urkunde in der sächsischen Residenzstadt Dresden. Sie hat drei Seiten, gefaltet besitzt sie eine Größe von 19,9 x 32,8 cm.

Bestand: Urkundensammlung, Quellen, Sachakten
Signatur: UAL 1709-02-04, Film 3/1435-1437
Siegel: Siegel über Pap.-tekt. aufgedr. (in tergo); Seitenzahl: 4 (beschr. S.1-2);
Rückvermerke: 1.) Adresse 2.) Antw.  Die von Bülau / David Zieglern betr.
Acta St. L. 195b

Porträt von August dem Starken von Sachsen.   Schabkunstblatt. Nationalbibliothek (Friedrich von Bülau)

Friedrich August I. von Sachsen ist wohlbekannt bekannt als August der Starke (12. Mai 1670, Dresden – 1. Februar 1733 in Warschau), Kurfürst von Sachsen und König von Polen. Er war wohl eine der schillerndsten Figuren höfischen Pomps und Prunks im 17. /18. Jahrhundert. Großartige Bauten, verschwenderische Hofhaltung, prachtvolle Feste oder riesige Kunstsammlungen – der absolutistische Selbstdarsteller, Wüstling, rege Baumeister, besessener Sammler von Kunst und schönen Frauen begründete Dresdens Ruf als prunkvolle barocke Metropole. Der Kurstaat Sachsen erlebte unter August dem Starken eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. August, dem barocken Prunk verpflichtet,  bezeichnete sich selbst als „Von Gottes Gnaden König in Polen, Großfürst in Litthauen, Reußen, Preußen, Masovien, Samogitien, Kyovien, Volhynien, Podolien, Podlachien, Lieffland, Smolenscien, Sewerien und Tschernikovien, erblicher Herzog zu Sachsen,Jülich, Cleve, Berg, Engern und Westphalen, des heiligen Römischen Reichs Erzmarschall und Churfürst, Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen auch Ober- und Unterlausitz, Burggraf zu Magdeburg, gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf zu der Mark, Ravensberg und Barby, Herr zu Ravenstein etc.“  Übrigens litt Friedrich August zunehmend unter den Folgen seiner ungesunden Ess- und Trinkgewohnheiten. 1712 wog er 121 Kilogramm bei einer Größe von 1,76 Meter. …

Universitätsarchiv Leipzig 2015

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