Aus unserer Schatzkammer | Päpstliche Bulle vom 20. Januar 1421

 

Rom, Meißen, Merseburg, Naumburg,  Zeitz….

Rechtsakt des Papstes: Reformatio domini Martini super praebeudis | Concessio duorum praebendarum in merseburgk

Diese Bleibulle Martinus V. hängt an einer an rotgelber Seidenschnur. Papst Martin V. ( 1368, Genazzano – 20. Februar 1431, Rom), zuvor Oddo di Colonna, war von 1417 bis zu seinem Tode römischer Papst. Mit seiner Erhebung auf dem Konstanzer Konzil endete das seit 1378 andauernde „Große Abendländische Schisma“ (1378-1417).

Papst Martin V. verleiht der Universität Leipzig kirchliche Pfründe. Die Pfründe (von mittellateinisch praebenda für „Unterhalt“ abgeleitet), Plural Pfründen, auch Präbende, bezeichnet ursprünglich eine Schenkung, dann das Einkommen aus einem weltlichen oder kirchlichen Amt, „das einem vom Staat zu zahlende Nahrungsgeld“

Zwischen der Universität Leipzig und dem Kapitel zu Naumburg und Zeitz sind Streitigkeiten entstanden. Die Universität Leipzig hat aber durch gültige Vereinbarungen je einen Präbende (kirchlichen Pfrund) zu Naumburg und Zeitz abgetreten. Auf Bitten des Landgrafen Friedrich erhält sie an Stelle der abgetretenen 2 Präbunden zwei neue Präbunden im Stifte Merseburg mit allen vollen Rechten und Einkünften. Diese päpstliche Urkunde (Präbundenverleihung) von 1421 wird in der Urkundensammlung in den Beständen des Rektors im Historischen Archiv des Universitätsarchiv Leipzig aufbewahrt.

Vom Zustand her hat sie leichte Schimmelflecken, existiert als Abschrift im Copiae Magnum I.  mit folgenden Größenverhältnissen: Größe (plan) 57,8 x 38 cm: Größe (gefaltet) 19,5 x 22 cm: Größe (Siegel) Bulle 3,6 cm.

Universitätsarchiv Leipzig 2015.

 

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