Über Akademische Siegelmarken und geprägte Papiermarken

Das erste Einheitsdesign der Universität Leipzig, um 1870

Siegelmarke des Hygiene-Institut der Universität Leipzig. Um 1910. Universitätsarchiv Leipzig. Siegelmarke.-Papier, grün bedruckt, Negativdruck.-Bogenkante.-rund, Durchmesser 3,0 cm.
Siegelmarke des Hygiene-Institut der Universität Leipzig. Um 1910. Universitätsarchiv Leipzig. Siegelmarke.-Papier, grün bedruckt, Negativdruck.-Bogenkante.-rund, Durchmesser 3,0 cm.

 

Siegelführer: Kinderklinik
Siegelführer: Kinderklinik, 1910.

Mit dem zunehmenden Briefverkehr des 19. Jahrhunderts war der umständliche Briefverschluß mit offener Flamme, Siegellack und Prägestock  in den Kanzleien und Ämtern immer unbeliebter geworden.

Das sogenannte Mundsiegel, ein Siegellack, der durch Kauen im Mund erwärmt wurde, war ziemlich leicht zu handhaben. Aber nach ersten chemischen Analysen wurde die Gesundheitsgefährdung durch die  enthaltenen Schadstoffe rasch bekannt. Denn in den vorfabrizierten Siegelstoffen fand sich Arsen, Bleioxyd und Chrom in hohen Prozentanteilen.

Die geprägte Papiermarke löste fast über Nacht alle bisherigen Briefverschlußtechniken ab. Nach 1870 wurde der sichere Briefverschluß mit der sogenannten Siegelmarke eine weit verbreitete Mode. Die Papiermarken waren preiswert und als Kleber stand einfacher Papierleim zur Verfügung.

Auch die Universität Leipzig und ihre Fakultäten und Institute verwendeten Siegelmarken, die meist Bezug auf historische Siegelvorbilder nahmen und bis nach dem Ersten Weltkrieg in Gebrauch waren. Einige ungebrauchte Siegelmarken konnte das Universitätsarchiv Leipzig jetzt über ein Auktionshaus erwerben.

 

 

 

 

 

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