1409 – Kuttenberger Dekret

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Im Kuttenberger Dekret vom 18. Januar 1409 ändert der Böhmenkönig Wenzel IV. das Stimmrecht der vier studentischen Nationen an der Universität Prag zu Gunsten der tschechischen Nation. Die drei deutschen Nationen protestieren am 6. Februar 1409 und ihre Mitglieder schwören, Prag gemeinsam zu verlassen, wenn dieser Rechtsbruch nicht rückgängig gemacht würde.


Die Universität Leipzig ging aus der Universität Prag hervor, die der König der Böhmen Karl IV. und spätere Kaiser 1348 als “römisch-deutsche” weltoffene Universität am 7. April eröffnete. Sie war eine landesfürstliche Gründung in einer Übergangszeit zu einem neuen Universitätstyp. Das päpstliche Privileg wurde am 26. Januar 1347 von Clemens VII. ausgestellt. Allerdings spaltete sich die erste Universität des Reiches 1372 in Prag in zwei Universitäten: Die Juristenuniversität und die Artistenuniversität, die neben der Artistenfakultät die zwei höheren Fakultäten der Theologie und der Medizin umfaßte.


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