Vor 100 Jahren Leipziger Student | Otto Suhr, der Vorgänger Willy Brandts in Berlin

Gruppenfoto, Otto (um die 33 Jahre alt) und Susanne Suhr mit Freunden während des Studiums in Leipzig vor dem Augusteum, um 1921
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Gruppenfoto mit Otto Suhr (um die 33 Jahre alt) und Susanne Suhr (1893–1989) mit Freunden während des Studiums in Leipzig vor dem Augusteum, um 1921, Universitätsarchiv Leipzig, UAL FS N02684

 

Im Sommersemester 1914 schrieb sich der Student Otto Suhr in Leipzig für das Fach Geschichte ein. Viel Zeit blieb Otto Suhr, der am 17. August 1894 in Oldenburg geboren wurde, nicht für sein Studium. Schon im Jahr darauf musste er für mehrere Jahre als Soldat an die Fronten des 1. Weltkrieges ziehen. 1922 war der engagierte SPD-Politiker mit 28 Jahren Arbeitersekretär beim Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund. Erst 1923 schloß er das Studium in Leipzig mit einer Promotion ab, erweitert um die Fächer Nationalökonomie und Zeitungskunde. Seine Frau Susanne Pawel (siehe Bild), eine spätere Schriftstellerin und Journalistin, studierte ab 1917 in Leipzig Geschichte und Germanistik, 1921 heiratete sie den Studenten Otto Suhr und trat in die SPD ein.

Otto Suhr begründete in Berlin das Institut für Politikwissenschaft, das bis heute seinen Namen trägt. Als Otto Suhr am 30. August 1957 an Leukämie starb, war er Regierender Bürgermeister von Berlin, der Vorgänger von Willy Brandt.

 

Quaestur093511
Otto Suhrs Karteikarte Quaestur 093511, Universitätsarchiv Leipzig.

 

 

Ansprechpartnerin für das Privatarchiv Otto Suhr im Universitätsarchiv Leipzig ist Frau Beate Rebner. Für Anfragen schicken Sie bitte eine E-Mail.

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Beate Rebner | Universitätsarchiv Leipzig