Uni-Innenhof, im Sommer 1989

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Am 25. September 1989 begannen in Leipzig die Montagsdemonstrationen. Vom Generalsekretär der SED werden sie als rowdyhafte Zusammenrottungen bezeichnet, die von der Volkspolizei nicht genehmigt sind. Diese Stigmatisierung und Gleichsetzung von Demonstranten mit Kriminellen reizte zum Protest und führte zu der Losung “Wir sind das Volk”. Die Montagsdemonstrationen, die sich aus dem Friedensgebet in der Nikolaikirche heraus entwickelten, halten bis zum 12. März 1990 an und sie bekommen in ihrer Schlussphase eine Kraft, die die Staatsmacht aus den Angeln hebt. Vielen Leipzigern, die am 9. Oktober die Innenstadt aufsuche, bleibt dieser Tag mit seiner Angst und bürgerkriegsähnlichen Zuständen in bleibender Erinnerung. erst der politische Umbruch im Herbst 1989 und die Wiedervereinigung des seit vier Jahrzehnten geteilten Deutschlands im Jahr darauf ermöglicht die Erneuerung der Alma mater Lipsiensis.

 

Blick in den Uni-Innenhof mit Mensa und Hauptgebäude, DDR-Campus, Sommerfest 1989.

Blick in der Uni-Innenhof, Sommer 1989. Universitätsarchiv Leipzig.WarBlick in der Uni-Innenhof, Sommer 1989. Universitätsarchiv Leipzig.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Universitätsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409. | Universitätsarchiv Leipzig