Thomas Müntzer 1489 – 1525

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Thomas Müntzer 1489 – 1525

Thomas MüntzerEvangelischer Theologe und Sozialrevolutionär in der Zeit des Bauernkrieges, studiert ab 1506 an der Artistenfakultät, wechselt 1512 an die Universität in Frankfurt/Oder. Unter “Thomaß Munczer de Quedilburck” ist in der Matrikel des Wintersemesters 1506 der bekannte Theologe und Bauernführer als Student an der Leipziger Universität eingeschrieben.

 

 

 

 

Matrikeleintrag Thomas Müntzers, Universitätsarchiv Leipzig.
Matrikeleintrag Thomas Müntzers, Universitätsarchiv Leipzig.

Nach seinem Studium an den Universitäten in Leipzig und Frankfurt/Oder wurde Thomas Müntzer zunächst ein Anhänger Luthers.  Bereits 1517/1518 hielt sich Müntzer in Wittenberg auf und besuchte später Vorlesungen an der Wittenberger Universität. Im Auftrag Luthers ging er 1520 als Prediger nach Zwickau, später war er Pfarrer in Allstedt und Mühlhausen. 1524/25 nahm er Verbindung zu den Wiedertäufern und den aufständischen Bauern auf. Die Ansichten Luthers und Müntzers entfernten sich immer weiter voneinander. Luther sah einen klaren Unterschied zwischen Theologie und Politik, zwischen Himmel und Erde. Müntzer lehnte diese Unterscheidung ab und verkündete unter mystischer Verklärung das Nahen des Jüngsten Tages, den Beginn des tausendjährigen Reiches Christi. Unter dem Banner des Regenbogens sammelte er die thüringischen Bauernhaufen zum Kampf gegen die reichen, kleinmütigen, habgierigen Antichristen. In der Schlacht bei Frankenhausen wurden Müntzers Anhänger durch das Reichsheer vernichtend geschlagen und Thomas Müntzer am 27.05.1525 in Mühlhausen enthauptet. Er konnte den zumeist berechtigten Forderungen der Bauern mit seinem militanten Mystizismus nicht zum Sieg verhelfen.

 

 

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Universitätsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409. | Universitätsarchiv Leipzig