Studentensommer 1971 | Der “Uniriese”, Leipzigs höchstes Bauwerk, entsteht…

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Baustelle Karl-Marx-Platz (heute: Augustusplatz), Studentensommer 1971 in Leipzig, Studenten bauen die Karl-Marx-Universität in Leipzigs Innenstadt mit auf. Rechts vom Universitätshochhaus entsteht das Hauptgebäude der Karl-Marx-Universität. Andere Studentensommer zeigen die studentische Aufbauarbeit u.a. in Leipzig-Grünau, in der Fichtestrasse und  der Moritzbastei.

Der Grundstein für die neue Universität wurde symbolisch von Gregor Schirmer, Minister für Hoch- und Fachschulwesen der DDR, am 4. Oktober 1968 gelegt. Am 29. Januar 1969 bestätigte der Ministerrat der DDR das Universitätsprojekt in der Innenstadt von Leipzig. Im Mai 1969 begann man mit dem Gleitbau des Gebäudes, das nach 48 Tagen im Rohbau fertiggestellt war. Im März 1969 war das Fundament für das Hauptgebäude eingebracht. Am 3. September 1971 findet die Schlüsselübergabe für das neue Hauptgebäude der Universität statt. Es ist nach dem Geutebrückschen und Roßbachschen Augusteum der 3. Gebäudekomplex an dieser Stelle. Am 31. August 1973 begann der Einzug in das Hochhaus der Universität. Nach 1989 waren die Gebäude akuter Sanierungsnotstand.  Der aktuelle neue Universitäts-Campus nach van Egeraat ist der 4. Universitätskomplex.

 

Studentensommer 1971 Neubau Karl-Marx-Universität, Universitätsarchiv Leipzig.
Studentensommer 1971 Neubau Karl-Marx-Universität, Universitätsarchiv Leipzig.
Studentensommer 1971 Neubau Karl-Marx-Universität, Universitätsarchiv Leipzig.
Das Universitätshochhaus im Bau, rechts das neue Hauptgebäude der Karl-Marx-Universität. Studentensommer 1971 Neubau Karl-Marx-Universität, Universitätsarchiv Leipzig.
1971 Studentensommer. Bau der Universität.
1971 Studentensommer. Bau der Universität.

 

Mit einer Höhe von 142, 3 m ist das ehemalige Universitätshochhaus (heute MDR-Tower) bis heute das höchste Bauwerk der Stadt geblieben. Mit ihm wollte sich der damalige Erste Sekretär der Bezirksleitung der SED Paul Fröhlich als Ausdruck seiner Selbstverehrung ein bleibendes Denkmal setzen. Seminargebäude und die Zentralmensa mit 1.250 Tischplätzen im Innenhof der Universität waren kurz darauf fertiggestellt. Dann konnte das Hörsaalgebäude mit 22 Hörsälen und 3.300 Plätzen bezogen werden. Im Seminargebäude entstanden über 3.240 Plätze mit modernster Technik.

 


 

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Universitätsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409. | Universitätsarchiv Leipzig