Pergamentenes Matrikelschmuckblatt | Barockes Epitaph des Rektors Johannes Hoppe aus dem Wintersemester 1644/1645

Pergamentenes Matrikelschmuckblatt | Barockes Epitaph des Rektors Johannes Hoppe aus dem Wintersemester 1644/1645
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Pergamentenes Matrikelschmuckblatt | Barockes Epitaph des Rektors Johannes Hoppe mit Semesterüberschrift aus dem Wintersemester 1644/1645

Johannes Hoppe, geboren 1616 zu Lemberg (Leoberga/Löwenberg) in Schlesien, wurde nach seinem Studium in Leipzig 1644 Doktor der Medizin und zwei Jahre später Professor der Pathologie. Er verfasste unterschiedliche medizinische Dissertationen. Das 471. Rektorat fiel im Wintersemester 1644/1645 auf Hoppe. Dargestellt ist auf dem Matrikelblatt ein seitenfüllendes Bildwerk in Form eines dreiteiligen barocken Epitaphs, dessen oberen Abschluß ein menschliches Auge bildet. Darunter ist ein Brustbild des Rektors mit langem blonden Haar dargestellt in schwarzem Gewand mit weißem Spitzenkragen. Die Mitte des Epitaphs zeigt die Semesterüberschrift, von zwei Frauengestalten gerahmt: links als Diligientia, rechts als Experientia bezeichnet. Zu ihren Attributen zählen: Sporen, Kandare, eine Eule, ein Buch, Blumen und mathematische Instrumente. Unten das Wappen Hoppes: Ein rotes Schild mit nach links gewandtem, aufgerichteten silbernen Löwen, der in den Pranken einen goldenen, von grünen Hopfenranken umwundenen Stab hält.

 

Johannes Hoppe (1616 - 1654), Schmuckblatt der Matrikel der Universität Leipzig, Wintersemester 1644/1645, Universitätsarchiv Leipzig. UAL Rektor M 8

Quelle: Johannes Hoppe (1616 – 1654), Schmuckblatt der Matrikel der Universität Leipzig, Wintersemester 1644/1645, Universitätsarchiv Leipzig. UAL Rektor M 8

Universitätsarchiv Leipzig 2017.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Universitätsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409. | Universitätsarchiv Leipzig

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Herlind M. K.
Herlind M. K.

Ganz wunderbares Blatt! Besonders das menschliche Auge, dass sinngemäß alles seiht und über allem wacht, ist als Symbol unübertreffbar. Prestigemalerei, die die Angemessenheit und Würde der Amtsperson unterstreicht – und das für die Ewigkeit.




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