“Leipziger Frauenbilder” mit aktuellen interessanten Interviews

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Leipziger Frauenbilder

Ausgewählte Biographien & Interviews

Entdecken Sie ausgewählte Biographien & aktuelle Interviews von Professorinnen an der Universität Leipzig. Erfahren Sie mehr über die Geschichte des Frauenstudiums an unserer Alma mater in der aktuellen Online-Ausstellung.

Zum 150-jährigen Gründungsjubiläum des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) in Leipzig entstand 2015 eine Ausstellung, die den Blick in die weibliche Vergangenheit
der Alma Mater Lipsiensis richtete. Die als „Frauenschlacht“ bespöttelte erste gesamtdeutsche Frauenkonferenz von 1865 in Leipzig forderte das Recht auf Bildung als Kernforderung ein, schließlich waren Frauen schon seit langer Zeit mit der Universität verbunden. Die Geschichte der 1409 gegründeten Alma Mater Lipsiensis ist ohne weibliche Beteiligung nicht vorstellbar. In der früheren Geschichtsschreibung wenig beachtet, spielten Frauen doch bereits seit dem Mittelalter eine verborgene und oft maßgebende Rolle bei der Entwicklung der sächsischen Landesuniversität. Anlässlich des Gründungsjubiläums des ADF werden die Wegbereiterinnen des weiblichen Bildungsdrangs vorgestellt.

Die Alma Mater Lipsiensis, die nährende Mutter Leipzig, wie die Universität auch genannt wird, hatte lange Zeit ausschließlich Söhne. Seit der Gründung im Jahr 1409 bis ins späte 19. Jahrhundert hinein war die Universität Leipzig ein reiner Männerbetrieb: Frauen hatten keinen Zutritt zu den Universitätsgebäuden und waren von allen Lehrveranstaltungen ausgeschlossen.

Frei von weiblichem Einfluss blieb die Leipziger Hochschule in dieser Zeit dennoch nicht. Ob als Köchinnen in den Studentenwohnhäusern, als gebildete Gattinnen oder gar als wohlhabende Stifterinnen, Frauen engagierten sich trotz fehlender Studienerlaubnis für ihre Universität. Im Jahr 1906, nach langen, zähen Verhandlungen und der vereinzelten Zulassung von Gasthörerinnen, konnten sich die ersten Leipziger Studentinnen gleichberechtigt immatrikulieren.

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Universitätsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409. | Universitätsarchiv Leipzig