Katze “Muffi” – Zum Welttag der Katze

Manfred Kyber mit seiner Katze Muffi (mit Unterschrift) UAL CFS_N06518
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Der Schriftsteller Manfred Kyber  (1880 – 1933) in Löwenstein mit seiner Katze Muffi (mit Unterschrift), um 1923/24, Universitätsarchiv Leipzig UAL FS_N06518

Tiere haben ihre Komik und ihre Tragik wie wir. Sie sind voller Ähnlichkeit und Wechselbeziehung. Die Menschen glauben meist, zwischen ihnen und den Tieren sei ein Abgrund.

(Manfred Kyber, Balduin Brummsel und andere Tiergeschichten)

Am 8. August wird mit dem Weltkatzentag oder dem Internationalen Tag der Katze (engl. International Cat Day) ein beliebtes Haustier gefeiert. Anlaß für das Universitätsarchiv Leipzig, in seiner Fotodatenbank zu kramen. Zu sehen ist der Schriftsteller, Dichter, Tierschützer und Gesellschaftskritiker Manfred Kyber mit seiner Katze “Muffi”, um 1923/24. Manfred Kyber war außerdem Besitzer von Petz, “Aus Ostpreußen gebürtig, wh. In Berlin, Der “Wirkl. Geh. Mausrat Exzellenz Petz”. Katze Petz, UAL FS N06517

Manfred Kyber wurde am 1. März 1880 auf Gut Paltenmal bei Riga als Sohn eines livländischen Gutsbesitzers geboren.  Nach dem Besuch der Gymnasien in Riga und St. Petersburg kam er im Alter von 20 Jahren nach Leipzig. Hier studierte Kyber von 1900 bis 1902 Philosophie, Psychologie und Deutsche Literaturgeschichte in Leipzig. Vom nüchternen Wissenschaftsbetrieb wenig angetan, verkehrte der Student lieber in Künstlerkreisen. Sein Studium mußte er aus wirtschaftlichen Gründen auf Grund des Todes seines Vaters abbrechen. In der Messestadt fühlte sich der Student zur Dichtkunst hingezogen. In Leipzig machte er unter anderem die Bekanntschaft mit Max Klinger, Franz Bender, H. H. Ewers und Ernst von Wolzogen. Manfred Kyber lernt die Schriftstellerin und Komponistin Elisabeth Gerlach-Wintzer kennen und lieben. In dieser Zeit enstanden die “Drei Waldmärchen”, die beim Leipziger Verlag Seemann im Jahre 1903 erschienen. In seinem bedeutendensten Werk „Tierschutz und Kultur“ (1925) prangert der Vegetarier Kyber die  Grausamkeit der Menschen gegenüber den Tieren an. Die Vivisektion sei die „größte und gemeinste Kulturschande“, das Schächten solle verboten werden, (verboten 1930 in Bayern, 1933 im Reich). Im Jahre 1930 erhielt Manfred Kyber vom Bureau International Humanitaire Zoophile in Genf den Welttierschutzpreis für literarische Arbeiten zuerkannt. Nur wenige Tage nach seinem 53. Geburtstag starb er – krank, einsam und von der Menschheit enttäuscht – am 10. März 1933 im württembergischen Städtchen Löwenstein.

Informationen

Manfred Kyber, Universitätsarchiv Leipzig PA-SG 0859

Universitätsarchiv Leipzig 2017.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Katze Petz, UAL FS N06517

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