Gotthold Ephraim Lessing 1729 – 1781

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Gotthold Ephraim Lessing 1729 – 1781

»Ich bin ein Mensch« –»Da bist du was Rechts! «

Gotthold Ephraim Lessing immatrikuliert sich am 20.09.1746 an der Leipziger Universität. Am 20. September 1746 kam der Pfarrerssohn aus Kamenz nach dem Besuch der Fürstenschule St. Afra zu Meißen nach Leipzig. Er immatrikulierte sich für  Theologie und Philologie, ab 1748 für Medizin. Lessing mußte Leipzig seiner Gläubiger wegen 1748 verlassen und ging nach Wittenberg.  1752 promovierte er ebenda zum Magister für Philosophie. Für Leipzig fand Lessing lobende Worte, eine Stadt, in der man die ganze Welt im Kleinen wiederfinden könne. Dankbar war seinem Leipziger Professor für Poesie Johann Friedrich Christ für dessen Förderung. Mit dem Leipziger Dramatiker Christian Felix Weiße verband ihn eine rege Freundschaft. Erste Gedichte und Erzählungen entstanden, gedruckt in den Zeitschriften “Naturforscher” und “Ermunterungen zum Vergnügen des Gemüts”. Permanente Schulden trieben Lessing im Sommer 1748  aus der Stadt.

Im Oktober 1755 begab sich Lessing wieder nach Leipzig. Von dem reichen Kaufmann Christian Gottfried Winkler bekam er das Angebot, als dessen Begleiter eine vierjährige Reise durch Europa zu unternehmen, zu der sie 1756 aufbrachen. Im August wurden sie in Amsterdam vom Ausbruch des Siebenjährigen Krieges überrascht, sie waren zur Umkehr gezwungen. Leipzig war jetzt von den Preußen besetzt,  Lessing entwickelte eine enge Freundschaft zum preußischen Major und Dichter Ewald von Kleist. Von Kleist wird  später zum imaginären Adressaten seiner »Briefe, die neueste Literatur betreffend« (1759/60) und zum Vorbild für die Figur des Major von Tellheim in seinem Schauspiel »Minna von Barnhelm« (1767). Lessing pflegt Umgang mit Christian Fürchtegott Gellert und Johann Wilhelm von Brawe. Im Mai 1758 kehrte Lessing nach Berlin zurück. 1775 reiste er über Leipzig und Dresden nach Wien, und weiter als Begleitung des Prinzen Leopold von Braunschweig nach Italien.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Universitätsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409. | Universitätsarchiv Leipzig