Goethes Lehrer | Professor der Philosphie und Dichtkunst Christian August Clodius

. . .

Universitätsprofessor Christian August Clodius, das idyllische Ausflugslokal Kuchengarten in Reudnitz, der junge Goethe als Student (1765).

Christian August Clodius

„Unter den Personen, welche sich Behrisch zu Zielscheiben seines Witzes erlesen hatte, stand gerade Clodius obenan; auch war es nicht schwer, ihm eine komische Seite abzugewinnen. Als eine kleine, etwas starke, gedrängte Figur war er in seinen Bewegungen heftig, etwas fahrig in seinen Äußerungen und unstet in seinem Betragen. Durch alles dies unterschied er sich von seinen Mitbürgern, die ihn jedoch, wegen seiner guten Eigenschaften und der schönen Hoffnungen, die er gab, recht gern gelten ließen…“.

Der Dichter und Philosoph Clodius war eine komische Figur. Johann Wolfgang Goethe beschrieb seinen Leipziger Professor anschaulich in seiner Autobiographie „Dichtung und Wahrheit“ (2. Buch/7. Abschnitt).    Christian August Clodius wurde am 5. Januar 1737 in Annaberg geboren. Sein Vater war Rector der lateinischen Schule in Annaberg, später in Zwickau. Hier lernte Clodius 1758 den Dichter Ewald von Kleist kennen, der ihn inspirierte. Er studierte in Leipzig von 1756 bis 1759 Literatur und klassische Altertumskunde, 1759 folgte die Promotion zum Magister Artium an der Universität Leipzig. Clodius lernte in Leipzig Christian Fürchtegott Gellert kennen. Clodius wurde Lieblingsschüler Gellerts, der ihn förderte. Mit nur 22 Jahren erreichte er eine angesehener Stellung an der Universität. 1760 wurde Clodius außerordentlicher Professor,  1764 ordentlicher Professor der Philosophie. Im selben Jahr war Goethe unter den Teilnehmern eines Praktikums bei Clodius an der Universität. Als Goethe seinem Lehrer ein Hochzeitsgedicht für seinen Oheim Textor vorlegte, nahm Clodius dies zum Anlaß, den Mißbrauch der antiken Mythologie im Text des jungen Dichters scharf zu verurteilen. Nach der ersten Aufführung des „Medon“ (1768) von Clodius dichtete Goethe im Freundeskreis eine Harlekinade als frechen Prolog.  Im Jahre 1781 trat Clodius das 744. Rektorat an der Universität an.  Die Jablonowskische Gesellschaft ernannte ihn zu ihrem ständigen Sekretär. 1784 begann er eine Monatsschrift unter dem Titel: „Odeum“, es erschien nur der 1. und 2. Band. Am 30. November 1784 starb er in Leipzig. Das Privatarchiv von Christian August Clodius verwahrt das Universitätsarchiv Leipzig.

Goethes Retourkutsche – „versammelte (ich) in lustiger Stunde jene Kraft- und Machtworte in eine Ode an den Kuchenbäcker Hendel

Clodius liebte den Gebrauch schwülstiger Formulierungen ausgeschmückt mit zahlreichen Fremdwörter in seinen eigenen Dichtungen.  Der Spott der Studenten war ihm sicher. Goethe selbst war die Kritik an seinem Hochzeitsgedicht sauer aufgestoßen, deshalb „versammelte (ich) in lustiger Stunde jene Kraft- und Machtworte in eine Ode an den Kuchenbäcker Hendel“. Der junge Student Goethe verspottete seinen Lehrer wegen seiner “Manier, durch klangvolle Fremdwörter Ersatz für mythologische Namen zu finden”. Im berühmten Reudnitzer Kuchengarten kritzelte Goethe nachstehendes Gedicht mit Bleistift an die Wand.

“O Hendel, dessen Ruhm vom Süd zum Norden reicht,
Vernimm den Päan, der zu deinen Ohren steigt!
Du bäckst, was Gallier und Briten emsig suchen,
Mit schöpfrischem Genie, originelle Kuchen.
Des Kaffees Ozean, der sich vor dir ergießt,
Ist süßer als der Saft, der vom Hymettus fließt.
Dein Haus, ein Monument, wie wir den Künsten lohnen,
Umhangen mit Trophän, erzählt den Nationen:
Auch ohne Diadem fand Hendel hier sein Glück,

Und raubte dem Kothurn gar manch Achtgroschenstück.
Glänzt deine Urn dereinst in majestät’schem Pompe,
Dann weint der Patriot an deiner Katakombe. Doch leb! dein Torus sei von edler Brut ein Nest,
Steh hoch wie der Olymp, wie der Parnassus fest!
Kein Phalanx Griechenlands mit römischen Ballisten
Vermög Germanien und Hendeln zu verwüsten.
Dein Wohl ist unser Stolz, dein Leiden unser Schmerz,
Und Hendels Tempel ist der Musensöhne Herz.”

 

Der Kuchengarten

Im 19. Jahrhundert war Reudnitz ein beliebtes Ausflugsziel für Leipziger. Zwei idyllische Kuchengärten warteten auf Ausflügler. Im berühmten Großen Kuchengarten war der junge Goethe häufig zu Gast. Seit 1755 war  Samuel Händel (Hendel, siehe Gedicht) Besitzer des Kuchengartens. Sein Sohn Heinrich übernahm 1774 das Lokal. Beim “Kuchenprofessor”soll es – neben Kuchen mit Früchten aus dem eigenen Garten – bereits die „Leipziger Lerchen“ gegeben haben. Als Student 1767 /1768 nahm Goethe im Sommer und zur Messe Logie in einer Bauernstube in der Reudnitzer Dorfstrasse. Sie befand sich in den Wirtschaftsgebäuden des Hahnemannschen Gutes, der spätere „Hahnemanns Gasthof“ . Sein Stadtquartier in der Großen Feuerkugel am Neumarkt musste er in der Messezeit für den Besitzer räumen.  Goethes Sommerdomizil lag gegenüber vom Kuchengarten.

Im berühmten Großen Kuchengarten östlich von Leipzig war der junge Goethe zu Gast.

 

Die Schriftstellerin Julie Friederike Clodius

Seine Frau Julie Friederike Henriette Clodius, Gemälde von Ernst Gottlob nach Anton Graff, 1769, Gleimhaus Halberstadt

 

Clodius heiratete 1771 die 18 jährige aus dem thüringischen Altenburg stammende Schriftstellerin Julie Friederike Henriette (1750-1805). Julie war die Tochter des Kommissionsrats Stölzel in Altenburg, die Wert auf Bildung ihrer Tochter legten. Julie beherrschte die englische und die italienische Sprache so gut, dass sie sich der Übersetzung verschiedener Werke aus dem Englischen widmete. Sie betätigte sich als Schriftstellerin. 1806  gab ihr Sohn Christian August Heinrich Clodius die Werke seiner Mutter posthum heraus.  Auch Christian August Heinrich Clodius (21. September 1772, Altenburg – 30. März 1836, Leipzig) wurde ein berühmter Dichter. Wie sein Vater galt er als frühreifes Genie, studierte und lehrte an der Universität Leipzig.

Über Clodius als Rektor der Universität in: Neue Zeitungen von gelehrten Sachen … (hrsg. von Johann Gottlieb Krause.) Digitalisat

 

 


Übersicht der Lehrveranstaltungen von Christian August Heinrich Clodius (21. September 1772, Altenburg – 30. März 1836, Leipzig), Historisches Vorlesungsverzeichnis der Universität Leipzig

# Semester Veranstaltung Grad Funktion
1. WS 1814 a) Logik und Metaphysik. P. O.
2. WS 1814 aa) Logik. P. O.
3. WS 1814 bb) Metaphysik. P. O.
4. WS 1814 allgemeine Religionslehre, nach s. Grundrisse P. O.
5. WS 1814 a) Moralphilosophie. … über den angewandten oder besondern Theil, Fortsetzung P. O.
6. WS 1814 b) Philosophische Rechtslehre oder Naturrecht. P. O.
7. SS 1815 4. Aesthetik. P. O.
8. SS 1815 Poetik, nach s. Entwurfe einer systemat. Poetik P. O.
9. SS 1815 γ) Literargeschichte. P. O.
10. SS 1815 Uebungen im latein. Schreiben, Reden und Disputiren P. O.
11. WS 1815 6) Allgemeine Religionslehre, … nach seinem Grundrisse P. O.
12. WS 1815 allgemeine u. angewandte Moral P. O.
13. WS 1815 Mythologie der griech. u. römischen Dichter P. O.
14. SS 1816 4) Allgemeine Religionslehre. … nach einer noch nicht erschienenen Schrift: “Die Religion in ihrem innern Zusammenhange kurz und allgemein fasslich dargestellt, oder von Gott in der Natur, in der Menschengeschichte u. im Bewusstseyn,” P. O.
15. SS 1816 b) Natur- und Völkerrecht. P. O.
16. SS 1816 6) Aesthetik. P. O.
17. SS 1816 Poetik P. O.
18. WS 1816 Philosophische Disputir-Uebungen P. O.
19. WS 1816 die allgem. Moral P. O.
20. WS 1816 die besondere Moral P. O.
21. WS 1816 4) Allgemeine Religionslehre … nach s. Grundrisse P. O.
22. WS 1816 b) Literaturgeschichte der Poesie P. O.
23. SS 1817 6) Allgemeine Religionslehre. … nach seinem Grundrisse P. O.
24. SS 1817 8) Aesthetik. P. O.
25. SS 1817 das Urrecht, das allgemeine Privatrecht und das allgemeine öffentliche Recht, nebst einer kurzen kritischen Rechtsgeschichte P. O.
26. WS 1817 Literar-Geschichte der deutschen Poesie P. O.
27. WS 1817 a) Allgemeine Religions-Lehre. P. O.
28. WS 1817 b) Sittenlehre. P. O.
29. WS 1817 das Urrecht, das allgemeine Privatrecht und das allgemeine öffentl. Recht, nebst einer kurzen Rechtsgeschichte P. O.
30. SS 1818 *) Examinir-Uebungen über allgemeine Religionslehre. P. O.
31. SS 1818 bb) Aesthetik. … mit der Poetik in Verbindung P. O.
32. SS 1818 α) Sittenlehre. … die angewandte P. O.
33. WS 1818 allgem. Sittenl. od. von der Freiheit, der Sittlichkeit und den allgem. Pflichten des Menschen P. O.
34. WS 1818 allgemeine Religionslehre, nach s. Buche: “von Gott in der Natur, der Menschengeschichte und im Bewußtsein u. s. w. P. O.
35. WS 1818 Literargeschichte der Poesie P. O.
36. SS 1819 bb) Aesthetik. … in Verbindung mit d. Poetik P. O.
37. SS 1819 die Lehre von den häuslichen, bürgerlichen und weltbürgerl. Pflichten u. von den besondern Erscheinungen des tugendhaften u. untugendhaften Charakters P. O.
38. SS 1819 Literargeschichte der deutschen Poesie P. O.
39. WS 1819 allgemeine Sittenlehre oder von der Freyheit, der Sittlichkeit und den allgemeinen Pflichten des Menschen P. O.
40. WS 1819 γ) Religionslehre. P. O.
41. SS 1820 *) Poetik. P. O.
42. SS 1820 Einleitung in die gesammte Mythologie P. O.
43. WS 1820 Sittenlehre. P. O.
44. WS 1820 Religionslehre. P. O.
45. WS 1820 *) Literargeschichte der Poesie. P. O.
46. SS 1821 die allgemeine und besondere der schönen Künste, mit vorzügl. Hinsicht auf die Poesie und seinen Entwurf einer systemat. Poetik (Lpz. Härtel) P. O.
47. SS 1821 die besondere Sittenlehre von den besondern Pflichten des freundschaftl. bürgerl. und weltbürgerl. Verhältnisses, und von den besondern Anlagen und Hindernissen der Tugend, Temperamenten, Neigungen etc. P. O.
48. SS 1821 *) Geschichte der Poesie. P. O.
49. WS 1821 **) Literar-Geschichte der Dichtkunst. P. O.
50. WS 1821 ee) Religions-Philosophie. P. O.
51. WS 1821 allgemeine Einleitung in die Mythologie P. O.
52. SS 1822 Aesthetik. … mit besonderer Beziehung auf die Dichtkunst P. O.
53. SS 1822 besondere Sittenlehre, oder von den freundschaftl. bürgerl. und weltbürgerl. Pflichten u. den besondern Anlagen zum Guten und Bösen im Menschen P. O.
54. SS 1822 Mythologie P. O.
55. SS 1822 Literargeschichte der Poesie P. O.
56. WS 1822 Religionslehre. P. O., Dech.
57. WS 1822 Disputirübungen P. O., Dech.
58. WS 1822 Theorie bei Dichtungsarten, mit Beispielen aus klassischen Dichtern P. O., Dech.
59. SS 1823 System der praktischen Philosophie … die Thelematologie, Teleologie, Ethik oder allgemeine Pflichtenlehre und das absolute Naturrecht mit einer Geschichte u. Encyklopädie der moralphilosoph. Wissenschaften P. O.
60. SS 1823 System der praktischen Philosophie … die angewandte Sittenlehre und das hypothetische Naturrecht, oder von den besondern häusl., bürgerl., weltbürgerlichen Verhältnissen, Pflichten und Rechten, von den Tugenden, Lastern, Temperamenten und Leidenschaften P. O.
61. SS 1823 latein. Disputirübungen in zu best. St. P. O.
62. WS 1823 Aesthetik. … nebst einer besondern Theorie der schönen Künste P. O.
63. WS 1823 allgemeine Religionslehre, von Gott in der Natur, in der Menschengeschichte und im Bewußtseyn P. O.
64. WS 1823 4) Philosophische Übungen. P. O.
65. SS 1824 Einleitung in die allgemeine Mythologie, von dem Ursprunge u. den Schicksalen der mythischen Vorstellungsart, in Hinsicht auf Religion, Poesie, Geschichte und Philosophie P. O.
66. SS 1824 die besondere Sittenlehre, von den häuslichen, bürgerlichen und weltbürgerlichen Pflichten, den Erscheinungen des tugendhaften und lasterhaften Characters, den Temperamenten, Leidenschaften u. Gemüthsstimmungen P. O.
67. WS 1824 die Rationaltheologie, oder von Gott im vernünftigen Menschenbewußtseyn P. O.
68. WS 1824 die angewandte Sittenlehre, von den häuslichen, bürgerlichen und weltbürgerlichen Pflichten, den Erscheinungen des tugendhaften u. lasterhaften Charakters, den Temperamenten, Leidenschaften und Gemüthsstimmungen P. O.
69. SS 1825 Einleitung in die Mythologie oder über den Ursprung der Mythen u. ihre Schicksale in ihrer Verbindung mit Religion, Kunst, Geschichte und Philosophie P. O.
70. SS 1825 5) Aesthetik. … nebst einer Theorie der schönen Künste P. O.
71. WS 1825 die natürliche Theologie, oder von Gott in der Natur, der Geschichte u. dem Bewußtseyn P. O., Dech.
72. WS 1825 die angewandte Moral, von den häuslichen, bürgerlichen und weltbürgerlichen Pflichten, Tugenden, Lastern, Temperamenten u. Leidenschaften P. O., Dech.
73. SS 1826 Encyklopädie der Philosophie. … nebst einer kurzen Uebersicht der philosophischen Systeme, insbes. in ihrem Verhältnisse zur Religion, nach s. Stammtafel aller philos. Hauptansichten aus dem Bewußtseyn (Lpz. b. Reclam) P. O.
74. SS 1826 die besondere Poetik, oder Theorie der Dichtungsarten mit Beispielen aus Dichtern älterer u. neuerer Sprachen u. besonderer Hinsicht auf Horaz de Arte poetica, nach der Ordnung des 2. Bds. s. Entwurfs einer systemat. Poetik (Lpz. b. Härtel) P. O.
75. WS 1826 3) Natürliche Theologie. … oder von Gott in der Natur, der Geschichte und dem Bewusstseyn P. O.
76. WS 1826 die allgem. und besond. Sittenlehre, von den allgemeinen menschlichen, häuslichen, bürgerlichen und weltbürgerlichen Pflichten, Tugenden, Lastern, Temperamenten und Leidenschaften P. O.
77. SS 1827 Encyklopädie der Philosophie. … nebst einer Uebersicht der philosophischen Systeme, insbes. in ihrem Verhältnisse zur Religion, nach s. Stammtafel aller philosophischen Hauptansichten aus dem Bewußtseyn (Lpz. b. Reclam.) P. O.
78. SS 1827 die allgem. Religionslehre nach der Ordnung s. Grundrisses (Lpz. bei Tauchnitz 1808.) P. O.
79. WS 1827 4) Natürliche Theologie. … oder von Gott in der Natur, der Menschengeschichte und d. vernünftigen Bewußtseyn P. O., Dechant
80. WS 1827 die allgemeine u. besondere Sittenlehre, von den allgem. Menschenpflichten, den Freundschaftspflichten, häuslichen, bürgerlichen und weltbürgerlichen Pflichten, von den Erscheinungen des tugendhaften und lasterhaften Charakters, von den Temperamenten, Neigungen u. Leidenschaften P. O., Dechant
81. SS 1828 die allgem. Religionslehre nach der Ordnung s. Grundrisses (Leipzig, b. Tauchnitz 1808.) P. O.
82. SS 1828 die allgem. Aesthetik, nebst einer Theorie der Dichtungsarten aus Beispielen, nach s. Entwurfe einer systemat. Poetik (Lpz. b. Härtel 1804.) P. O.
83. WS 1828 6) Natürliche Theologie. P. O.
84. WS 1828 die allgemeine u. besondere Sittenlehre P. O.
85. SS 1829 Encyklop. der Philosophie und der philos. Wissenschaften, nebst einer Uebersicht der philos. Systeme, nach s. Stammtafel aller philos. Hauptansichten aus dem Bewußtseyn (b. Reclam) P. O.
86. SS 1829 die allgem. Religionslehre nach der Ordnung s. Grundrisses (Leipzig, b. Tauchnitz 1808) P. O.
87. WS 1829 die allgemeine und besondere Sittenlehre P. O., Dechant
88. WS 1829 6) Aesthetik. … nebst einer Theorie der Dichtkunst und der andern schönen Künste P. O., Dechant
89. SS 1830 Encyklop. u. Methodologie der Philosophie überhaupt, wie auch der besondern philos. Wissenschaften, nebst einer Uebersicht der systematischen Hauptprincipien, nach seiner Stammtafel aller philos. Hauptansichten aus dem Bewußtseyn (b. Reclam) P. O.
90. SS 1830 von den Grundmerkmalen des Gottesbegriffs in der Natur, in der Geschichte und im vernünftigen Bewußtseyn P. O.
91. WS 1830 allgemeine Religionslehre P. O.
92. WS 1830 die allgemeine und besondere Sittenlehre P. O.
93. SS 1831 Encyklop. und Methodologie der Philosophie überhaupt, wie auch der besondern philos. Wissenschaften nebst einer Uebersicht der systematischen Hauptprincipien, besonders in ihrem Verhältnisse zur Religion, nach seiner Stammtafel aller philos. Hauptansichten aus dem Bewußtsyn (bey Reclam) P. O.
94. SS 1831 die philosophische Politik, oder vernunftwissenschaftliche Theorie der bürgerlichen Gesellschaft P. O.
95. WS 1831 von Gott in der Natur, in d. Menschengeschichte u. im vernünftigen Bewusstseyn P. O.
96. WS 1831 die besond. Sittenlehre, von den freundschaftl., staatsbürgerlichen u. weltbürgerlichen Pflichten, dem tugendhaften u. lasterhaften Charakter, den Temperamenten, Neigungen u. Leidenschaften d. Menschen P. O.
97. SS 1832 Encyklop. und Methodologie der Philosophie als Lehrwissenschaft nach ihrem Verhältnisse zu den sämmtlichen positiven Wissenschaften und gelehrten Künsten, nebst einer Uebersicht der philosophischen Systeme, in deren Beziehung auf Religion und vernünftige Menschenbestimmung, n. seiner Stammtafel aller philos. Hauptansichten aus dem Bewußtseyn (als Beilage zu dem Buche: Christus und die Vernunft, bei Reclam) P. O.
98. SS 1832 die vernünftig erkennbare religiöse Grundwahrheit des Menschenbewußtsyns in ihrer formalen Uebereinstimmung mit dem Christenthume, nach der Ordnung seines Grundrisses der allgemeinen Religionslehre (bei Tauchnitz 1808) P. O.
99. SS 1832 lateinische u. deutsche Disputir-Uebungen über Aussprüche alter Schriftsteller oder Streitfragen der Philosophie und Kunst P. O.
100. WS 1832 die allgemeine und die besondere Sittenlehre P. O.
101. WS 1832 Aesthetik mit unmittelbarer Verbindung einer Theorie der schönen Künste P. O.
102. WS 1832 Disputir-Uebungen über ausgewählte Stellen klassischer Schriftsteller, lateinisch und deutsch P. O.
103. SS 1833 Encyklop. und Methodologie der Philosophie als Lehrwissenschaft nach ihrem Verhältnisse zu den positiven Wissenschaften und gelehrten Künsten P. O.
104. SS 1833 natürliche Theologie, oder von Gott in der Natur, in der Geschichte und im vernünftigen Menschenbewußtseyn P. O.
105. SS 1833 Fortsetzung der lateinischen u. deutschen Disputir-Uebungen über Aussprüche alter Schriftsteller P. O.
106. WS 1833 die allgemeine Sittenlehre P. O.
107. WS 1833 die angewandte Sittenlehre, von dem freundschaftlichen, bürgerlichen und weltbürgerlichen Verhältnisse, von den Tugenden und Lastern, den Neigungen, Leidenschaften, Gemüthsbewegungen u. Seelenkrankheiten P. O.
108. WS 1833 lat. u. deutsche Disputir-Uebungen über Aussprüche klassischer Schriftsteller P. O.
109. SS 1834 philosophische Einleitung in die Mythologie, über den Ursprung der Mythen u. ihre nothwendige Verbindung mit der Religion, den schönen Künsten, der Geschichte u. der Philosophie P. O.
110. SS 1834 lat. u. deutsche Disputir-Uebungen über Aussprüche klassischer Schriftsteller P. O.
111. WS 1834 4) Mythologie. P. O.
112. WS 1834 philosophische Moral P. O.
113. SS 1835 Encyklopädie der Philosophie als Lehrwissenschaft in ihrem Verhältnisse zu sämmtlichen akademischen Wissenschaften P. O.
114. SS 1835 lateinische u. deutsche Disputir-Uebungen über Aussprüche klassischer Schriftsteller, Fortsetzung P. O.
115. WS 1835 die allgemeine und besondere Sittenlehre, d. i. von den allgemein menschlichen, freundschaftlichen, bürgerlichen und weltbürgerlichen sittlichen Verhältnissen des Menschen, von den Erscheinungen des tugendhaften und untugendhaften Charakters, den Temperamenten, Neigungen, Gemüthsbewegungen u. Gemüthskrankheiten P. O., Dechant
116. WS 1835 Fortsetzung der Disputir-Uebungen über Aussprüche klassischer Schriftsteller, verbunden mit Examinir-Uebungen über Moral, natürliche Theologie und Religionsphilosophie P. O., Dechant
117. SS 1836 über den Zusammenhang der mythischen Vorstellungsarten der Völker mit Staatscultus und Religion, mit den schönen Künsten, der Geschichte und der Philosophie P. O., Dechant
118. SS 1836 lateinische u. deutsche Disputir-Uebungen über Aussprüche classischer Schriftsteller und auch selbstgewählte Themata, Fortsetzung P. O., Dechant
  • Christian August Clodius neue vermischte Schriften. Sechster Theil. Nach des Verfassers Tode mit einer Nachricht von dessen Lebensumständen herausgegeben von Julie Clodius geb. Stölzel, Leipzig 1787.
  • Der Patriot. Vorspiel, Leipzig 1766.
  • Versuche aus der Literatur und Moral, 4 Bde., Leipzig 1767.
  • Medon oder Die Rache des Weißen. Schauspiel, Leipzig 1768.
  • Gedichte auf die Huldigung Seiner Durchlaucht des Churfürsten zu Sachsen, Leipzig 1769.
  • Neue vermischte Schriften, Leipzig 1780.

Universitätsarchiv Leipzig, 2016.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Universitätsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409. | Universitätsarchiv Leipzig