Stich von E. Kretzschmar nach einem Gemälde von Veit Hans Schnorr von Carolsfeld, um 1853, UAL DF 001692

Johann Gottfried Seume 1763 – 1810 “Wo man singet, lass’ dich ruhig nieder…”

Am 13. Juni 1810 starb der Schriftsteller Johann Gottfried Seume (1763-1810) in Teplitz vereinsamt und verarmt. „Als ich in der Abenddämmerung die Türme von Leipzig wieder sahe, das ich nun für mein Tabernakel zu halten gewohnt bin, ward mir doch unter der linken Seite etwas angenehm unruhig.“, schreibt der Rückkehrer Seume 1803 in seinem Reisebericht „Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802“.

13. Juni 2017

Georg Philipp Telemann 1681 – 1767

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) schrieb sich 1701 zum Jurastudium an der Universität ein. Über Leipzig schrieb er: “Endlich ward ich der Manteljahre satt, und ich sehnte mich nach einer hohen Schule, wozu ich Leipzig erkiesete. Ich reisete nach meiner Vaterstadt, um hierzu das Benötigte in Ordnung zu bringen. Ein veranstaltetes Examen brachte den Ausspruch zu Wege, daß ich ein Jurist werden und der Musik gänzlich absagen sollte. Ich langte an und kam am schwarzen Brette mit einem ansehnlichen Studiosus überein, dessen Stubenbursche zu werden. …”

6. Januar 2017