Carl Philipp Emanuel Bachs kurzes Intermezzo als Jurastudent

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„Vergeben Sie mir mein Geschwätze und Geschmier! Das Poßierlichste von allem ist die gnädige Vorsicht des Königes, wo durch Händels Jugendarbeiten bis aufs äußerste verwahrt werden. Ich vergleiche mich gar nicht mit Händeln, doch habe ich vor kurzem ein Ries und mehr alte Arbeiten von mir verbrannt und freue mich, daß sie nicht mehr sind.“ Carl Philipp Emanuel Bach, 1786.

Carl Philipp Emanuel Bach
Der zu Lebzeiten berühmteste „Bach“, Carl Philipp Emanuel Bach, wurde am 8. März 1714 in Weimar geboren. Er starb am 14. Dezember 1788 in Hamburg. In Leipzig hatte er ein Intermezzo als Jurastudent.

“Lern’ erstmal was Vernünftiges!

– so sprach der alte Bach zu seinem Zweitgeborenen Carl Philipp Emanuel, Patenkind Georg Philipp Telemann, in einem ernsten Vater-Sohn-Gespräch. Ob sich das tatsächlich so abgespielt hat, wissen wir nicht.  Doch niedergeschrieben in den Akten des Universitätsarchivs ist der Matrikeleintrag aus dem Jahr 1733.

 

Matrikeleintrag aus dem Jahr 1733. Rep_M_10__0109_01_Bach
Matrikeleintrag von Carl Philipp Emanuel Bach als Jurastudent, 1733, Universitätsarchiv Leipzig, UAL. Rep_M_10__0109_01_Bach.

 

Carl Philipp Emanuel Bach begann, wie schon vier Jahre zuvor sein älterer Bruder Wilhelm Friedemann, Jura zu studieren. Dabei hatten alle Bachsöhne das Wichtigste zu Hause gelernt: die Musik. Carl Philipp Emanuel hängte die Juristerei wieder an den Nagel.  Als Musiker erlangte er unter der weitverzweigten Bach-Großfamilie zu Lebzeiten den größten Ruhm, er wurde der „Hamburger Bach“ genannt. Carl Philipp Emanuel Bach widmete sich in Hamburg der Kirchenmusik, ähnlich seinem Vater Johann Sebastian Bach in Leipzig. Carl Philipp Emanuel Bach wurde am 2. April 1768 Nachfolger Georg Philipp Telemanns in Hamburg. Er übte das Amt des städtischen Musikdirektors und Kantors am Johanneum in Hamburg aus, in das er am 19. April 1768 eingeführt wurde. Musik war seine wahre Profession.

 

Universitätsarchiv Leipzig 2017.


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Bild mit freundlicher Genehmigung von Beate Rebner | Universitätsarchiv Leipzig