30. Mai 1968 10:00 Uhr Sprengung der Paulinerkirche

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Barbarischer Akt der Vernichtung

“Das Ding muss weg”, verlangt Staats- und Parteichef Walter Ulbricht 1968. Er meint die Universitätskirche St. Pauli, die ihm ein Dorn im Auge ist. Der Augustusplatz heisst inzwischen Karl-Marx-Platz – und die sozialistische Universität soll einen neuen Campus erhalten. Am 30. Mai 1968 um 10 Uhr lässt die Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) die Universitätskirche St. Pauli sprengen. Damit ist der letzte noch aus dem Mittelalter stammende und vollkommen intakte Traditionsbau der Universität vernichtet. Vollendet wurde der barbarische Zerstörungsakt im Juni 1968 mit der Sprengung der übrigen Gebäude (Augusteum, Albertinum, Universitätsarchiv, Johanneum) sowie mit der vollständigen Beräumung des gesamten Universitätsareals, mit der so rasch wie möglich die erforderliche Baufreiheit geschaffen werden sollte.

Innenansichten

Innenansicht Paulinerkirche.
Innenansicht Paulinerkirche.
Grabmale, Orgel und Kirchengewölbe, Kreuzgang, Innenansichten März 1968
Grabmale, Orgel und Kirchengewölbe, Kreuzgang, Innenansichten März 1968
Innenansichten März 1968
Grabmale, Innenansichten März 1968

Bilder nach der Sprengung 

Trümmer am Tag nach der Sprengung.
Trümmer am Tag nach der Sprengung.
Nach der Sprengung der Paulinerkirche. 30. Mai 1968
Nach der Sprengung der Paulinerkirche. 30. Mai 1968

 

 

Nach der Sprengung der Paulinerkirche. 30. Mai 1968.
Nach der Sprengung der Paulinerkirche. 30. Mai 1968.

Am 20. Juni 1968 wurden auch das benachbarte Universitätsarchiv, das Augusteum, die Wandelhalle, das Albertinum und Johanneum gesprengt, die teilzerstört den Krieg überlebt hatten.

Nach der Sprengung der Paulinerkirche. 30. Mai 1968.
Nach der Sprengung der Paulinerkirche. 30. Mai 1968.

 

Erfahren Sie mehr über das Schicksal der Paulinerkirche in: Die Paulinerkirche und die Politik  | Frühjahr 1968 – Zeit des Erinnerns für die Universität Leipzig 

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Universitätsarchiv Leipzig, Universitätsarchiv Lei und Universitätsarchiv Leipzig. Tradition und Moderne. Seit 1409. | Universitätsarchiv Leipzig