10. Belter-Dialoge am 26. Apr. 2018

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Die Belter-Dialoge finden einmal jährlich an der Leipziger Universität statt, um Aspekte des Terrors an ostdeutschen Bildungseinrichtungen sichtbar zu machen. Herbert Belter wurde 1951 zum Tode verurteilt und in Moskau erschossen.

Anwesend sind Prof. Dr. Werner Gumpel, Dr. Peter Eberle, Dr. Klaus-Rüdiger Mai.

Symposium am 26. April 2018, 9.30-22.00 Uhr

„Wenn heute von dieser fernen, dieser untergegangenen DDR gesprochen wird, geht manches durcheinander.“ – Konrad Weiß (dt. Filmregisseur und ehem. Politiker)

Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen. Erinnerungen, persönliche Erfahrungen und der Erfahrungsaustausch mit anderen prägen uns dabei. Sie haben eine soziale und politische Dimension. Eine sorgsame Differenzierung ist also notwendig, um nicht ungerecht zu werden. In der zehnten Ausgabe der Belter-Dialoge wollen wir uns dem heutigen Umgang mit der DDR-Vergangenheit widmen. Wie kann erinnert werden? Was bestimmt unsere Erinnerung?

In kaum einem anderen europäischen Land ist die Erinnerungskultur in der Gesellschaft und den Medien so von Bedeutung wie in Deutschland. Dies ist nach dem Erleben zweier Weltkriege, zweier Diktaturen und der deutschen Teilung nicht verwunderlich. Die persönlichen Erfahrungen werden deshalb oft durch wissenschaftliche Analysen und Bewertungen in einen bestimmten Rahmen gestellt und gesellschaftlich verortet. Zeitzeugen und Geschichtsbilder sind dabei für das Erinnern essentiell.

Die Erinnerung an Vergangenes ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Erfahrungen aus der Gegenwart können unsere persönliche Wahrnehmung auch verändern. Wie prägen Geschehnisse aus der Gegenwart unsere Erinnerung an die DDR? Wie bilden wir unser Geschichtsbild aus? Welche Rolle spielen dabei Zeitzeugenberichte und wird der Widerstand gegen die DDR in der Erinnerung oft ausgeblendet? Im Rahmen der diesjährigen Belter-Dialoge wollen wir diese und weitere Fragen diskutieren.

Programm

9.30 Uhr Einführung: Dr. Joachim Klose, Dresden
9.45-11.00 Uhr “Wissenschaft und Subjektivität – Aus Stalins Lager zur politischen Systemanalyse”: Prof. Dr. Werner Gumpel, München
11.15-12.15 Uhr “Jugend zwischen Universität und Stacheldraht”: Dr. Peter Eberle, Linthal, Schweiz
13.30-15.00 Uhr “Was wollen wir erinnern? – Zur Erinnerungskultur und dem Umgang mit der DDR-Vergangenheit”: Dr. Reiner Haseloff, Magdeburg Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
15.00-16.00 Uhr “Schichten der Geschichte – Wie verändert Gegenwartserfahrungen das Bild von der DDR.”: Dr. Klaus-Rüdiger Mai, Zossen Schriftsteller
18.30-20.00Uhr Festveranstaltung „Zeitzeugen und Erinnerungskultur“

Musikalische Begrüßung: Konstanze Hollitzer

Grußwort: Prof. Dr. Beate Schücking, Leipzig Rektorin der Universität Leipzig

“Dokumente und Zeitzeugen.Wozu brauchen wir sie noch?”: Roland Jahn, Berlin Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheits- dienstes der ehemaligen DDR
Podiumsdiskussion mit Referent und Zeitzeugen: Moderation Dr. Joachim Klose
Musikalischer Ausklang: Konstanze Hollitzer
Anschließend Empfang


Ort

Universität Leipzig
Alter Senatssaal
Rektoratsgebäude
Ritterstraße 26
Leipzig, Deutschland.


Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung an.  Konrad-Adenauer-Stiftung Anmeldung

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