Digitales Archiv

Archivalische Daten | Universitätsarchiv Leipzig

 

 

Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts.

Archivalische Daten, die für Forscher, Wissenschaftler und Benutzer bereitgestellt werden, dürfen nicht manipuliert, verändert oder verlustig gehen. Das Universitätsarchiv Leipzig als institutionelle Einrichtung sorgt für Rechtssicherheit der Daten: Zuverlässigkeit und Zitierfähigkeit in/für Forschungsprojekte ist gewährleistet. Digitale Quellen aus den Datenbanken des Universitätsarchivs Leipzig sind zuverlässig. Auf die Originaldaten hat das Universitätsarchiv Leipzig den einzig autoritativen Zugriff. Ultimative Referenz für die digitalen Daten in den Datenbanken des Universitätsarchivs Leipzig sind schlussendlich die bewahrten originalen Quellen.

Die originalen Quellen im Universitätsarchiv Leipzig sind ausschließlich Unikate, gleichzeitig bewahrt das Archiv mit den einzelnen Archivalien die Urheberrechte. Mit der Bewahrung der einzigartigen, kostbaren Erinnerungsdokumente, bewahrt das Archiv auch die Rechte (Urheberrechte) des Erschaffers. Eine wichtige, gesetzlich verbriefte Schlüsselkompetenz der Archive ist in dieser Hinsicht die Bewertungskompetenz.

 

 

Literatur  Archivmanagement

Gesetz  Verpflichtung auf das Datengeheimnis nach §6 Abs. 2 des Sächsischen Datenschutzgesetzes (SächsDSG) 

 

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Universitätsarchiv Leipzig
Prager Strasse 6
04103 Leipzig
Telefon: +49 341 – 9730200
Telefax: +49 341 – 9730219

E-Mail: archiv@uni-leipzig.de

 

 

 

Universitätsarchiv Leipzig 2016.

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Elektronisches Dokumentenführungs- und Archivierungssystem (EDAS)

Nach einer Analyse der in Wissenschaft und Verwaltung an der Universität Leipzig eingesetzten IT-Struktur und Datenverarbeitung, wurde 2010 folgende strategische Orientierung entwickelt (Auszug aus dem Resümee).

“Sowohl durch die Notwendigkeit der Transformation bestimmter Daten als auch durch die Anforderungen an die Zuordenbarkeit von Daten zu ihren Urhebern bzw. Besitzern sowie die Assoziation zwischen Daten ist eine vollautomatische Softwarelösung, wie sie im Desktopbereich häufig zum Einsatz kommt, undenkbar. Aufgrund der Diversifizität der zu archivieren­den Daten ergibt sich der Schluss, dass ein Netzwerk aus spezialisier­ten Lösungen, die auf den jeweiligen Bedarfsfall zugeschnitten sind, einer monolithischen Lösung vorzuziehen ist.

Die damit etablierte Anforderung, benutzergesteuerte bedarfsorientier­te Einzellösungen bereitzustellen, führte außerdem zu der Erkenntnis, dass neben einer technischen Infrastruktur zur Bereitstellung der Archivie­rungsdienste auch ein Beratungsservice etabliert werden muss, um die Einrichtung und Nutzung des Systems auf Ebene der Einrichtungen, Fa­kultäten, Institute etc. zu betreuen, Anforderungen und Änderungen an zu ermitteln und das System entsprechend anzupassen.

Die für das Archivierungskonzept relevanten Aspekte, finden sich auf den Seiten des W3C – ins­besondere sei auf SOAP und WSDL verwiesen.

Für die Universität Leipzig wird EDAS daher eine ser­viceorientierte Architektur entwickeln und gemeinsam mit den beteiligten Partnern umsetzten.”

Digitale Archive scheinen viele Vorteile zu bieten: sie sparen Kosten, Zeit, Lagerplatz und natürliche Ressourcen. Auf der anderen Seiten erfordern sie hohe Anfangsinvestitionen, hoch qualifiziertes Personal, Schulungen für Mitarbeiter und ständige Mittelzuweisungen für Hard- und Software.

Für die Archivare stellt sich besonders das Problem der zukünftigen Lesbarkeit von Daten. Werden IT-Systeme abgeschaltet oder neu strukturiert,gehen in der Regel auch die Daten verloren oder sie müssen unter erheblichen finanziellen Aufwand in neue Formate migriert werden.

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Digitaler Speicher für Bachelor- und Masterarbeiten (BacMasS)

Digitaler Speicher für Bachelor- und Masterarbeiten (BacMasS)

Eine Online-Plattform mit einem digitalen Speicher, die es Dekanen, Dekanatsräten und Prüfungsamt-Mitarbeitern ermöglicht, an ihrer Fakultät eingereichte Graduierungsarbeiten in einem elektronischen System zu verwalten. Neben der Aufbewahrung eines digitalen Exemplars für den gesetzlichen Mindestzeitraum, kann das System genutzt werden, um – für die jeweilige Fakultät – gespeicherte Dokumente anhand Ihrer Daten (Studiengang, Betreuer der Arbeit, Abgabedatum, etc.) aufzulisten, spezifische Einträge zu suchen und die zu einem Eintrag assoziierte Datei herunterzuladen oder aus dem System heraus zu versenden.

 

bacmass

Online-Speicher für Graduierungsarbeiten (Bachelor, Master, Promotion)


 

Universitätsarchiv Leipzig 2015/16.

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Digitale Archivierungsstruktur mit dem Elektronischen Virtuellen Archiv (EVA)

Digitale Archivierungsstruktur mit dem Elektronischen Virtuellen Archiv (EVA)

Mit dem Elektronischen Virtuellen Archiv (EVA) besteht für ausgewählte Mitarbeiter der Universität Leipzig die Möglichkeit, wichtige Dateien in einem besonders gesicherten Onlinespeicher abzulegen, sie ständig verfügbar zu halten und zwischen diversen Endgeräten automatisch zu synchronisieren. Das Universitätsarchiv Leipzig kann diese Daten nach ihrer Benutzung ohne Mehraufwand dem Archivierungszyklus hinzuzufügen. Mit EVA entsteht eine einfache digitale Archivierungslösung (nach dem klassischen Prinzip einer Zentralregistratur), bei der die Benutzer selbst entscheiden, welche ihrer Daten für eine Archivierung relevant sind, indem sie sie komfortabel online vorhalten.

 

EVA

Cloud-Speicher zur Synchronisierung von Inhalten zwischen verschiedenen Geräten.

 

Fragen? Rufen Sie uns an, oder schreiben Sie uns eine E-Mail.


 

Universitätsarchiv Leipzig 2015/2016.

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Was ist “Digitale Geschichtswissenschaft”?

 

Geschichtswissenschaft verändert sich im digitalen Zeitalter durch Digitalisierung von Quellen und Archivmaterialien, Umgang und  Interpretation der digitalen Ressourcen. Sie umfasst die Arbeit mit digitalen Quellen und Tools, mit Mail- und Textverarbeitungsprogrammen, Suche in Katalogen, Datenbanken, Volltextplattformen, Suchmaschinen, digitale Kommunikation und Publikation der Forschungsergebnisse. Die Arbeit mit digitalisierten Quellen beeinflusst Quellenkritik und Quellenarbeit. Die Arbeit mit ausgewählten Online-Quellen bringt für den Forscher den Verlust des Kontextes mit sich, dazu gehören Haptik und Materialität/Geruch.

Relevante Begriffe: Digital Humanities, digitale Archivalien, Datenbank, Glossar

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Aufgaben des Universitätsarchivs

Aufgaben des Universitätsarchivs

Übernahme: Nicht mehr benötigte Akten werden dem Universitätsarchiv angeboten.

Nach dem Sächsischen Archivgesetz von 2005 sind alle öffentlichen Einrichtungen im Freistaat zur geordneten Aktenablage verpflichtet. Ins Universitätsarchiv Leipzig kommen Unterlagen aus den Fakultäten und ihren Instituten sowie aus der Universitätsverwaltung.

Ein Großteil der Aktenordner gelangt gar nicht erst in das Archiv und kann vor Ort vernichtet werden: etwa alte Urlaubsscheine oder verjährte Reisekostenabrechnungen. Die Archivare wissen um Aufbewahrungsvorschriften und Vorhaltezeiten von Dokumenten, wir helfen bei der Aktenaussonderung. Besonders wenn der Büroplatz knapp wird, ist es wichtig, nicht die falschen Dinge zu vernichten.

Private Archive von akademischen Gesellschaften, universitätsnahen Instituten oder von Universitätsangehörigen ergänzen die offiziellen Akten. Natürlich sammeln und kaufen wir auch Gegenstände von historischem Wert.


 

Bewertung und Erschließung: Nur wenige Dokumente bleiben für die Ewigkeit.
Mit der Aktentitelerfassung in Datenbanken beginnt der Weg vom Büroschriftkram zum benutzbaren Archivgut. Jeder übernommene Verwaltungsakt bekommt eine Archivsignatur, einen Titel und eine kurze Inhaltsangabe, die Gesamtheit der Akten aus einer Institution bildet einen Bestand.

Die Lagerfläche in den Magazinen ist begrenzt, daher gelangen nur wenige Dokumente auf die Dauer ins Archiv. Archivare treffen eine Auswahl nach Priorität: was sollen und müssen die nachfolgenden Generationen über unsere Zeit wissen?

Spätestens 30 Jahre nach der Anlieferung im Archiv folgt eine weitere Bewertung: gut zwei Drittel aller Akten gehen dann in den Reißwolf, höchstens ein Drittel bleibt als Archivgut für immer in den Magazinen.


 

Bestandserhaltung: Informationen in den Archiven sind einmalig und nicht wieder beschaffbar.
Archive enthalten nur Unikate, jeder Verlust ist unwiderruflich: die Studentenakte von Angela Merkel gibt es nur in einem einzigen Exemplar.

Metalle, Kunststoffe oder Kleber werden aus dem Archivgut entfernt, damit sollen Langzeitschäden verhindert werden. Für die Lagerung kommen spezielle Archivkartonagen zum Einsatz. Originär digitale Daten bedürfen einer technischen Systempflege, die Lesbarkeit von Datenbanken soll noch Jahrzehnte später möglich sein. Da stehen wir gerade erst am Anfang eines digitalen Zeitalters.


 

Benutzung: Das Universitätsarchiv ist offen, die Magazine bleiben verschlossen.
Etwa 600 Benutzer forschen jedes Jahr persönlich im Archiv, durchschnittlich erhalten wir pro Jahr rund 8.000 Mails mit schriftlichen Anfragen. Zu uns kommen Theologen, Juristen, Mediziner, alle denkbaren Disziplinen der Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Historiker stellen gut 10 Prozent der Benutzer.

Für die wissenschaftliche Forschung, für Verwaltungsauskünfte und aus privatem Anlass ist der Rückgriff auf verlässliche und unverfälschte Informationen aus vergangenen Zeiten notwendig. An 16 Arbeitsplätzen können die Benutzer im Lesesaal alle vorhandenen Akten einsehen. Denn Veränderungen am Archivgut darf es dabei nicht geben, aus einem Diplom etwa nicht nachträglich eine Doktorurkunde werden. Auch eine spätere Benutzung darf nicht zur Zerstörung führen, deswegen werden wertvolle Stücke digitalisiert oder verfilmt.


 

Wissenschaftliche Auswertung: Gedächtnis ist gut, Gedächtnis und Erinnerung sind besser.
Wissenschaft und Universitätsarchiv sind seit 1409 verbunden, in den ersten Jahrhunderten war der jeweilige Rektor noch persönlich für das Universitätsarchiv verantwortlich. Seit gut 75 Jahren kümmern sich professionelle Archivare um diesen historischen Schatz. Doch ohne eigene wissenschaftliche Arbeit verkümmert ein Archiv, daher pflegen wir Langzeitprojekte, unternehmen Editionsarbeiten, schreiben Aufsätze und halten Vorträge. Führungen und wissenschaftliche Tagungen finden im Archiv ebenso statt, wie Lehrveranstaltungen. Frei nach Werner Heisenberg gilt für das Universitätsarchiv Leipzig das Motto: „Wissenschaft entsteht im Gespräch.“


 

Öffentlichkeitsarbeit
Seit 600 Jahren gibt es die Universität in Leipzig, zahllose Studenten und Professoren haben hier studiert und gelehrt. Viele Leipziger Studenten haben nicht nur die Wissenschaft geprägt, sondern auch die deutsche Kultur und Politik nachhaltig beeinflusst: zu ihnen zählen Karl Liebknecht, Hans-Dieter Genscher, Angela Merkel oder Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Nietzsche und Erich Kästner. Für die Professoren stehen Namen wie Wilhelm Wundt, Wilhelm Ostwald oder Werner Heisenberg.

Positive Element und negative Geschehnisse aus der Universitätsgeschichte müssen bewerten und erinnert werden. Journalistenkontakte können den positiven Ruf unserer Universität stärken und Leipzig als Standort bekannt machen. Besonders aber ist der kritische Blick in vergangene Zeiten wichtig: Denn nur eine reflektierte Vergangenheit ermöglicht eine gut geplante Zukunft.

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