Friedrich Gottlieb Klopstock’s intensive Leipziger Zeit

 

[pullquote align=“full“ cite=““ link=““ color=““ class=““ size=““]„Wer wird nicht einen Klopstock loben? Doch wird ihn jeder lesen? – Nein! Wir wollen weniger erhoben und fleißiger gelesen sein.“[/pullquote] (Der junge Lessing über Klopstock)

Klopstock als junger Student
Klopstock als junger Student

Klopstock kam 1746 aus dem „rohen“ Jena ins „galante“ Leipzig. Die Messestadt war in der Mitte des 18. Jahrhundert das literarische Zentrum Deutschlands. Persönlichkeiten wie der „Literaturpapst“ Johann Christoph Gottsched und seine Frau oder der Professors für Poesie und Moral Christian Fürchtegott Gellert sind hier tätig.  Die Universität übte eine ausgeprägte Anziehungskraft aus auf zukünftige Poeten und Literaten. Auch Goethe kam wohl 1765 wegen der Sprache zum Jura-Studium nach Leipzig.

[pullquote align=“cite“ cite=““ link=““ color=““ class=““ size=““]13.06.1746 Klopstock an der Universität immatrikuliert.[/pullquote]

Friedrich Gottlieb Klopstock wird 1724 als ältestes von 17 Kindern in Quedlinburg geboren. Der Vater, ein Advokat, entstammte einer pietistischen Pastoren- und Juristenfamilie. 1739 erhält der junge Klopstock ein Stipendium an der Fürstenschule in Schulpforte, die er bis 1745 besucht und damit eine gründliche humanistische Schulbildung als Vorbereitung auf die Universität. Zunächst schrieb er sich an der Theologischen Fakultät der Universität Jena ein, um Ostern 1746 nach Leipzig zu wechseln. Das Studium setzte Klopstock hier bis 1748 fort. Prägend war die Bildung eines Freundschaftsbundes mit anderen angehenden Poeten, wie Schlegel, Rabener und auch Gellert. Während seiner Studentenzeit betätigte sich Klopstock literarisch an seinem Hauptwerk „Der Messias“. Die Bekanntschaft mit dem Kreis literarisch ambitionierter Studenten – den „Bremer Beiträgern“ – verhalf den ersten drei Gesängen seines Messias im Jahre 1748 in deren Zeitschrift „Neue Beyträge zum Vergnügen des Verstandes und Witzes“ zur Veröffentlichung und damit zur Begründung des außerordentlichen Ruhmes des jungen Dichters schon in seiner Leipziger Zeit begründet. Zwischen 1748 und 1750 ist Klopstock Hauslehrer in Langensalza, 1750 folgt er einer Einladung Bodmers nach Zürich.

 

 

Brief Klopstocks an Fräulein Schmidt vom 30. Juli 1747

Brief Klopstocks an Frl. Schmidt
Brief Klopstocks an Frl. Schmidt

Klopstock und Dänemark

Hier erreicht ihn die Nachricht, daß der dänische König ihn mit einem Jahresgehalt von 400 Talern nach Kopenhagen berufen will, bis 1770 hat er seinen Wohnsitz in Kopenhagen. Auf der Reise dorthin lernt Klopstock 1751 in Hamburg die Schriftstellerin Margareta (Meta) Moller kennen, die «Cidli» seiner Oden und seine spätere Frau, sie halten sich am dänischen Hof, meist auf der Sommerresidenz Schloß Frederiksborg, auf. 1763 erhält Klopstock den Titel eines dänischen Legationsrats.  Danach ging er nach Hamburg, 1776 folgte ein Intermezzo in Karlsruhe. Klopstock starb am 14. März 1803 im Alter von 78 Jahren und wurde in einem feierlichen Begräbnis neben Meta beigesetzt. Klopstock war Mitglied der 1770 gegründeten Hamburger Freimaurerloge Zu den drei Rosen, Mitglieder waren u.a. Gotthold Ephraim Lessing, Matthias Claudius, Konrad Ekhof, Julius Campe. Seit 1802 war er auswärtiges Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.

Literarische Sensation

Die ersten Gesänge des Epos „Messias“ werden wegen ihrer Erhabenheit als literarische Sensation empfunden, Klopstock verwendet den Hexameter und hat „Deutschland von der Vorherrschaft des Alexandriners befreit“ (Brockhaus). Er fühlt sich hier aber stets vom geselligen Leben ausgeschlossen. 1748 verläßt Klopstock Leipzig nach dem großen literarischen Erfolg des „Messias“, der als Nationalepos gefeiert wird. Nach 1773, der Veröffentlichung des 4. und letzten Bandes, wurde „Der Messias“ vielfach überarbeitet. Die Fertigstellung des Hauptwerkes sollte jedoch 25 Jahre dauern.

 

Werke (Auszug): 1748-1773: Der Messias, 1758-1769: Geistliche Lieder, 1769: Hermanns Schlacht, 1771: Oden und Elegien, 1784: Hermann und die Fürsten, 1787: Hermanns Tod

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