Wissenschaftliche Vorhaben und Bestandschutz
Das Archiv der Universität Leipzig gehört mit mehr als 7000 laufenden Metern Akten und über 2000 Urkunden zu den größten Einrichtungen seiner Art in Deutschland. Der Stellung und Bedeutung entsprechend, wird das Archiv als eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität geführt. Zahlreiche Benutzungen und Anfragen zur Universitätsgeschichte prägen das gegenwärtige Arbeitsfeld des Archivs, hinzu kommen noch eigenständige Untersuchungen und langfristige Editionsprojekte.
Neben wissenschaftlichen Beiträgen und Arbeiten erstellte das Archiv eine umfangreiche Ausstellung zum Thema “Studentischer Widerstand an der Universität Leipzig 1945-1955″, die u.a. in München, Dresden, Bonn und Göttingen zu sehen war. Ein Katalog zur Ausstellung ist in zweiter Auflage im Buchhandel erhältlich.
Ein großes, langfristiges Vorhaben stellt die Fortsetzung der von Georg Erler begonnenen Matrikelausgabe der Universität Leipzig dar. In den nächsten Jahren sollen die Studentendaten für die Jahre von 1809 bis 1909, die Blütezeit der Alma mater Lipsiensis, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein.
Bestandschutz
Schwerpunkt ist und bleibt jedoch nach wie vor die Aufbereitung und Bewahrung der historischen Überlieferung. Das Universitätsarchiv unternimmt dabei große Anstrengungen seine historischen Bestände auch für die nachfolgenden Generationen zu bewahren und sie zugleich der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu erhalten. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Sicherheitsverfilmung.
Gegenwärtig sind bereits große Teile der häufiger nachgefragten Bestände verfilmt und stehen als Filmkopie zur uneingeschränkten Benutzung bereit.
Ungeachtet dessen konnten gerade die älteren Bestände, wie Matrikel und Protokollbücher, in einen solchen Zustand versetzt werden, der eine langfristige Bewahrung sicherstellt.
Digitalisierung
Verschiedene große Projekte, zur Digitalisierung von Schriftgut und von Fotos und Negativen sind bereits abgeschlossen.
Über 250.000 historischen Karteikarten der Quästurbehörde, die jeden Studenten von 1889 bis 1945 verzeichnen, liegen mittlerweise komplett digital vor. Als digitale Kopie ist die Studentenkarte von Ernst Jünger zu sehen. Auf Grund der Kartei ist es noch möglich eine Zeugniskopie zu ermitteln, die die belegten Vorlesungen und Übungen, sowie die akademischen Lehrer enthält.
Rund 130. Negative und Fotografien und Negative aus dem Zeitraum um 1890 bis 1995 wurden digitalisiert, um sie vor dem schleichenden Verfall zu bewahren. Als Nebeneffekte der kostengünstigen Digitalisierung sind eine beschleunigte Zugriffsgeschwindigkeit und eine erhöhte Nutzungsfrequenz zu verzeichnen.
Archiv online
Die richtige Information – nur einen Mausklick entfernt: Das ist der Traum jedes Forschers. Um diesen Traum wahr zu machen, bemüht sich das Universitätsarchiv, seine Datenbanken und alle digitalen Daten online zugänglich zu machen.
Nach der Anmeldung in unserem Recherchesystem stehen unseren Benutzern die Datenbanken mit allen Eintragungen zu den Archivsignaturen zur Verfügung.