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Werner Heisenberg stammte aus einer Akademikerfamilie: der Vater August lehrte seit 1909 als Ordinarius für mittelalterliches und neues Griechisch an der Universität München; die Mutter war Tochter des Altphilologen Nikolaus Wecklein, dem Rektor des Münchner Maximilians-Gymnasiums und Mitglied der Bayerischen Kultusbehörden.
Wie sein älterer Bruder Erwin (1900-1965) besuchte Werner das Maximilians-Gymnasium, das er trotz kriegs- und nachkriegsbedingter Einschränkungen - er leistete 1917 und 1918 Erntehilfe auf dem Land und im Revolutionsjahr 1919 militärischen Hilfsdienst in München - mit Auszeichnung abschloß.
Nach einem mißglückten Versuch, sofort ins mathematische Seminar des berühmten Ferdinand Lindemann aufgenommen zu werden, bekam er in dem theoretischen Physiker Arnold Sommerfeld einen ebenso großzügigen und begeisternden Lehrer. Dieser führte ihn in die neueste Physik ein, nahm ihn 1922 zu Niels Bohrs Vorträgen ( "Bohr-Festspielen") nach Göttingen mit und stellte ihm das anspruchsvolle Dissertationsthema: " Das Problem der Turbulenz".
Heisenberg löste es mit Bravour, wäre allerdings in der Doktorprüfung 1923 wegen nicht genügender Leistungen beim Experimentalphysiker Willy Wien fast durchgefallen. Trotzdem lernte er Entscheidendes von bedeutenden Lehrern in München - wie beim Physikochemiker Karl Herzfeld, den Mathematikern Artur Rosenthal, Alfred Pringsheim und Oskar Perron sowie dem Astronomen Hugo von Seeliger - und in Göttingen - vor allem bei den Physikern Max Born und James Franck und dem Mathematiker David Hilbert.
An der Universität Göttingen konnte er sich schon im Juli 1924 habilitieren.
Bereits 1919 schloß sich Heisenberg dem Bund Neudeutscher Pfadfinder an und führte bis in die frühen dreißiger Jahre eigene Gruppen in München und auf Wanderfahrten über die deutschen Grenzen hinaus. Mit Bekannten aus der Jugendbewegung, von Robert Honsell bis Rudolf Zenker, verband ihn eine lebenslange und vertrauenvolle Freundschaft.
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