Während des Krieges wurden in Deutschland verschiedene Organisationen gegründet, die Kriegsteilnehmern und Kriegsgefangenen halfen. So wurden nützliche Dinge als sogenannte Liebesgaben verschickt.
Die Leipziger Büchersammelstelle
In Leipzig wurde eine Sammelstelle von Büchern für Kriegsgefangene in Frankreich eingerichtet. Dort wurden Bücherwünsche, insbesondere von kriegsgefangenen Akademikern, entgegen genommen, wenn möglich beschafft und an sie verschickt.
Dazu arbeitete die Büchersammelstelle mit Verlegern, Buchhändlern, anderen Organisationen und Hochschulen zusammen. Im Bestand des Rektorats sind im Universitätsarchiv Leipzig zahlreiche Wunschlisten, Korrespondenzen und Verzeichnisse zu dieser Arbeit vorhanden.
Der Akademische Hilfsbund
Zur Hilfe von kriegsbeschädigten Akademikern wurde der Akademische Hilfsbund gegründet. Auch in Leipzig gab es einen Ortsausschuss dieses Vereins. Die Rückkehrenden konnten unterschiedliche Unterstützungen vom Akademischen Hilfsbund in Anspruch nehmen.
Es wurden Kuraufenthalte organisiert und finanzielle Unterstützungen geleistet. Der Hilfsbund unterhielt auch eine Stellenvermittlungs- und Berufsberatungsstelle. Verwundeten sollten so mögliche Berufsfelder aufgezeigt und bestenfalls geeignete Stellen vermittelt werden.
